Tesla nutzt die neuen Handelsbedingungen zwischen Kanada und China, um chinesisch produzierte Elektrofahrzeuge zu stark reduzierten Zöllen nach Kanada zu importieren. Bis zu 49.000 Fahrzeuge pro Jahr können unter diesen Bedingungen eingeführt werden. Das Einstiegsmodell Model 3 RWD beschleunigt in 5,2 Sekunden auf 100 km/h und bietet eine Reichweite von 463 Kilometern (288 Meilen).
Damit ist Tesla der erste Automobilhersteller, der chinesisch gefertigte Modelle in Kanada anbietet – ein Ergebnis des kürzlich finalisierten Handelsabkommens zwischen beiden Ländern. Kanadische Käufer profitieren nun von deutlich niedrigeren Preisen im Vergleich zu US-Kunden. Es handelt sich um das günstigste Tesla-Modell, das jemals in Nordamerika verkauft wurde.
Durch das neue Abkommen reduziert sich der Zoll auf chinesische Elektroautos von zuvor 106,1 Prozent auf nunmehr 6,1 Prozent. Die ersten 24.500 Importgenehmigungen wurden bereits im März vergeben. Tesla hat schnell reagiert und das Model 3 Premium RWD aus Shanghai nach Kanada eingeführt. Der Basispreis liegt bei 39.490 kanadischen Dollar (ca. 29.007 US-Dollar) – deutlich unter dem US-Preisen für das vergleichbare Modell, das dort bei 36.990 US-Dollar beginnt.
Die chinesische Version des Model 3 bietet eine Reichweite von 463 Kilometern und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden. Vor dem Handelsabkommen war das günstigste in Kanada erhältliche Model 3 das Long Range AWD aus der kalifornischen Fremont-Fabrik, das bei 79.990 kanadischen Dollar (ca. 58.700 US-Dollar) startete. Damit halbierte Tesla praktisch seinen kanadischen Einstiegspreis über Nacht.
Preissenkung auch beim Performance-Modell
Auch das Model 3 Performance ist in Kanada nun günstiger erhältlich: Ab 74.990 kanadischen Dollar (ca. 55.050 US-Dollar) – ein Rückgang um 17 Prozent gegenüber dem vorherigen Preis von 89.990 kanadischen Dollar (ca. 66.070 US-Dollar). Damit liegt der kanadische Preis nun nahe am US-Preis von 54.490 US-Dollar. Unklar bleibt, ob die Performance-Modelle weiterhin aus den USA oder aus China importiert werden. Medienberichten zufolge stammt die Mehrheit wahrscheinlich weiterhin aus Fremont.
Ein Nachteil der chinesischen Importe: Diese Modelle qualifizieren sich nicht für die kanadische Kaufprämie für Elektroautos (EVAP), die einen Zuschuss von 5.000 kanadischen Dollar umfasst, wie Drive Tesla berichtet.
Wie viele der 24.500 Genehmigungen Tesla tatsächlich erhält, ist noch unklar. Die kanadischen Behörden bestätigten jedoch, dass die Genehmigungen nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben werden. Sollten Konkurrenten wie Volvo oder Polestar nicht schnell nachziehen, könnte Tesla den Großteil der verfügbaren Kontingente sichern.