In den frühen Morgenstunden des Mittwochs veröffentlichte der ehemalige US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social eine provokante Drohung an den Iran. Sein Post enthielt den Text: „Iran kommt nicht auf einen grünen Zweig. Sie wissen nicht, wie man ein Nicht-Atomabkommen unterzeichnet. Sie sollten sich besser bald klüger verhalten! Präsident DJT.“ Dazu veröffentlichte er ein manipuliertes Bild, das ihn in einem dunklen Anzug und Krawatte zeigt. Er hält ein Gewehr in der Hand und steht vor mehreren Explosionen auf einem Hügel. Über dem Bild steht in großen Lettern: „NO MORE MR. NICE GUY! 🇺🇲“.
Die genauen Konsequenzen für die laufenden Verhandlungen oder einen möglichen Waffenstillstand sind unklar. Laut Reuters analysieren US-Geheimdienste derzeit, wie der Iran auf eine mögliche einseitige Kriegserklärung des Präsidenten reagieren würde. Hochrangige Regierungsvertreter haben demnach eine Einschätzung angefordert, um zu prüfen, ob diese Strategie den Republikanern bei den anstehenden Midterm-Wahlen nutzen könnte.
Umfragen zeigen, dass der seit zwei Monaten andauernde Krieg im Iran äußerst unpopulär ist und zu deutlichen Verlusten der GOP im Kongress führen könnte. Eine endgültige Entscheidung über eine einseitige Kriegserklärung stehe jedoch noch aus, so Reuters. Geheimdienstberichte deuten jedoch darauf hin, dass der Iran eine solche Erklärung als Sieg werten würde – ohne Garantie, dass dies Trump oder den Republikanern politisch nützt.
Fraglich bleibt, ob Trumps Post eine gezielte Einschüchterungstaktik ist, um den Iran zu einem für ihn vorteilhaften Abkommen zu drängen. Oder handelt es sich um eine Warnung, die auf eine Eskalation des Konflikts hindeutet? Fest steht: Trump hat sich mit dieser Aktion in eine strategisch schwierige Position manövriert – mit kaum tragbaren Lösungsoptionen.