Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat für seinen ersten Auftritt beim jährlichen White House Correspondents’ Dinner am Samstag professionelle Comedy-Autoren engagiert. Das bestätigte seine Schwiegertochter und ehemalige RNC-Vorsitzende Lara Trump in einem Interview mit Meghan McCain am Montag.

„Get ready“ – Lara Trump kündigt scharfe Roast-Session an

Lara Trump bezeichnete den Auftritt als „Full-Circle-Moment“ für den Präsidenten und betonte, dass er „nichts zurückhalten“ werde. In der Podcast-Sendung „Citizen McCain“ mit Meghan McCain und Miranda Wilkins äußerte sie sich zu den Erwartungen an Trumps Auftritt:

Die Leute wissen bereits, dass der Präsident einer der lustigsten Menschen ist, die ich je getroffen habe. Seine Witze treffen immer ins Schwarze – und diesmal wird es großartig. Er geht dorthin, um Spaß zu haben. Und ich finde, es ist ein wunderbarer Full-Circle-Moment für ihn.“

McCain selbst äußerte den Wunsch nach einer „Comedy-Central-Roast-Session wie unter Drogen“ und hoffte, dass Trump „jeden Journalisten im Raum durch den Kakao ziehen“ werde.

Trump setzt auf Profis – aber schreibt selbst mit

Auf die Frage, ob Trump die Roast-Materialien selbst verfasse oder auf professionelle Hilfe zurückgreife, antwortete Lara Trump:

„Es ist eine Kombination aus beidem. Er hat großartige Leute, die ihn unterstützen, aber er bringt selbst viel Material ein – wie man auf Truth Social oder bei Live-Auftritten sieht.“

Der ehemalige Präsident Barack Obama hatte Trump 2011 beim Correspondents’ Dinner mit beißendem Spott bedacht und dabei dessen „Birther“-Theorien sowie Verschwörungstheorien zur Mondlandung und dem Tod von Biggie und Tupac aufs Korn genommen. Dieser Auftritt soll laut Berichten Trumps Interesse an einer politischen Karriere verstärkt haben.

Historischer Kontext: Vom Zielscheibe zum Roaster

Obamas Roast von Trump im Jahr 2011 markierte einen Wendepunkt. Damals sagte Obama unter anderem:

„Aber im Ernst – wir alle kennen Ihre Qualifikationen und Ihre Erfahrung. Zum Beispiel: In einer Folge von ‚Celebrity Apprentice‘ im Steakhouse hat das Männer-Team die Richter von Omaha Steaks nicht überzeugt. Vieles wurde kritisiert, aber Sie, Mr. Trump, erkannten das eigentliche Problem: mangelnde Führung. Und statt Lil’ Jon oder Meat Loaf zu feuern, feuerten Sie Gary Busey.“

Lara Trump verwies darauf, dass ihr Schwiegervater nun die Chance habe, „zurückzuschlagen“ – und dass die Gäste des Dinners sich auf eine ungeschönte Roast-Session einstellen sollten.

Erwartungen an Trumps Auftritt

  • Professionelle Unterstützung: Trump arbeitet mit Comedy-Autoren zusammen, setzt aber auch auf eigenes Material.
  • Keine Zurückhaltung: Lara Trump betont, dass Trump „nichts zurückhalten“ werde.
  • Historische Revanche: Nach Obamas Roast 2011 könnte Trump nun selbst zum scharfen Kritiker werden.
Quelle: The Wrap