Präsident Donald Trump prüft einen nationalen Gassteuer-Holiday, um die hohen Spritpreise zu entlasten. Doch die Ironie: Die Idee stammt ursprünglich von seinem Vorgänger Joe Biden. Trump selbst hat die Spritpreise durch seine Politik, insbesondere den Konflikt mit dem Iran, maßgeblich in die Höhe getrieben – und gesteht Biden keinerlei Verdienst zu.

Bereits 2022 schlug Biden einen vorübergehenden Verzicht auf die Bundesgassteuer vor, um die durch den Ukraine-Krieg gestiegenen Energiepreise abzufedern. Damals lehnten sowohl Demokraten als auch Republikaner den Plan ab. Doch nun, unter Trumps Führung, finden einige republikanische Senatoren plötzlich Gefallen an der Idee.

Widersprüchliche Positionen der Republikaner

Senator Steve Daines aus Montana zeigte sich offen für Trumps Vorschlag: „Ich weiß, dass der Präsident verschiedene Wege prüft, um den Benzinpreis zu senken. Die beste Lösung wäre, den Konflikt mit dem Iran zu beenden und die Straße von Hormuz zu öffnen. Dann würden Öl- und Spritpreise fallen. Ich unterstütze auch die Idee eines Gassteuer-Holidays – das sollte eine Option sein.“

Auf die Frage, ob er Bidens Plan 2022 ebenfalls unterstützt hätte, antwortete Daines: „Wenn wir Steuern senken können, ist das kurzfristig keine schlechte Lösung.“ Damals hatte er Bidens Vorschlag jedoch als „oberflächliche Lösung für eine selbstgemachte Energiekrise“ bezeichnet.

Noch deutlicher wird der Sinneswandel bei Senator Mike Lee aus Utah. 2022 bezeichnete er Bidens Plan in einem Interview mit Fox News als „verräterisch“. „Wir müssen weiterhin die Instandhaltung unseres Straßennetzes finanzieren“, argumentierte er damals. Doch nun, unter Trump, sieht er in der gleichen Maßnahme plötzlich eine sinnvolle Option.

Kritik an Trumps Politik

Nicht alle Republikaner unterstützen den Vorschlag. Senator Chuck Grassley aus Iowa betonte, dass nicht die Nachfrage, sondern das Angebotsproblem die hohen Preise verursache. „Der Präsident sollte erklären, was er getan hat, um die Ölförderung zu steigern.“

Senator James Lankford aus Oklahoma lehnte den Gassteuer-Holiday ebenfalls ab: „Wir müssen auch die Staatsverschuldung im Blick behalten. Das ist eine Frage der Verantwortung.“

Politische Gründe hinter dem Meinungswandel

Die republikanische Führung steht vor einem Dilemma: Einerseits lehnen sie Steuern grundsätzlich ab, andererseits fällt es ihnen schwer, Steuerentlastungen abzulehnen, wenn sie von einem republikanischen Präsidenten vorgeschlagen werden. Gleichzeitig vermeiden sie es, sich öffentlich gegen Trump zu stellen – eine politische Gratwanderung, die zu widersprüchlichen Aussagen führt.