Trump setzt Blockade fort und verlängert Waffenstillstand
US-Präsident Donald Trump hat den Waffenstillstand mit dem Iran am Dienstag unbefristet verlängert. Grund dafür ist das Scheitern der geplanten Friedensgespräche zwischen beiden Ländern. Wie Trump auf Truth Social mitteilte, habe er die Anweisung erteilt, die militärische Blockade aufrechtzuerhalten und die Kampfbereitschaft der Streitkräfte zu bewahren.
In seiner Erklärung verwies Trump auf die gespaltene Führung im Iran sowie auf Bitten pakistanischer Regierungsvertreter, den Angriff auf den Iran auszusetzen. Solange keine einheitliche Verhandlungsposition des Iran vorliege, bleibe der Waffenstillstand bestehen.
USA ziehen sich aus geplanten Gesprächen zurück
Der Rückzug der USA aus den Verhandlungen wurde kurzfristig vollzogen: Vizepräsident JD Vance sagte seine geplante Reise nach Islamabad ab, um die USA am Verhandlungstisch zu vertreten. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge zog sich Vance zurück, nachdem iranische Verhandler ihre Teilnahme an den Gesprächen abgesagt hatten.
Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei bestätigte dies gegenüber dem staatlichen Sender IRIB. Als Gründe nannte er widersprüchliche Signale, inkonsistentes Verhalten und inakzeptable Aktionen der US-Seite.
Iranischer Außenminister Abbas Araghchi bezeichnete die US-Blockade der Straße von Hormus als „Kriegshandlung“ und Verstoß gegen den Waffenstillstand.
Iran bleibt unnachgiebig – USA zeigen Schwäche
Trotz des Waffenstillstands bleibt die Lage angespannt: Die Straße von Hormus bleibt geschlossen, und der Iran zeigt sich weiterhin uneinsichtig in der Frage des angereicherten Urans. Trump hatte zwar zuvor angedeutet, dass die USA notfalls die Bombardierung Irans wiederaufnehmen könnten, doch seine jüngste Entscheidung deutet darauf hin, dass Washington die Kontrolle über die Eskalation verliert.
Experten zufolge hat die USA seit Beginn des Konflikts keine nennenswerten Erfolge erzielt. Die Blockade der strategisch wichtigen Wasserstraße und die anhaltende Weigerung Teherans, Kompromisse einzugehen, unterstreichen die aktuelle Pattsituation.