US-Präsident Donald Trump hat seit seiner Rückkehr ins Amt im vergangenen Jahr eine Außenpolitik verfolgt, die sich durch Impulsivität und aggressive Maßnahmen auszeichnet. Während er zunächst eine Zurückhaltung in internationalen Konflikten versprach, hat seine Regierung in den letzten Monaten eine Reihe von provokativen Schritten unternommen.

Dazu gehören die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, die Forderung nach einer Annexion Grönlands sowie der Versuch, die kommunistische Regierung Kubas zu destabilisieren. Zudem wurde offen über eine mögliche Aufnahme Kanadas als 51. Bundesstaat der USA diskutiert.

Die schwerwiegendste Entscheidung war jedoch der Angriff auf den Iran. Laut Berichten hat dieser Konflikt tausende Todesopfer gefordert und die strategisch wichtige Straße von Hormuz blockiert – eine der wichtigsten Handelsrouten für den weltweiten Öltransport, die etwa ein Fünftel der globalen Ölexporte kontrolliert.

Trumps Politik untergräbt das internationale System

Auf den ersten Blick könnte Trumps Vorgehen als Versuch interpretiert werden, das amerikanische Imperium wiederzubeleben. Doch Daniel Immerwahr, Historiker an der Northwestern University und Autor des Buches How to Hide an Empire: A History of the Greater United States, sieht darin eine gezielte Schwächung des liberalen internationalen Systems, das die USA nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich mitgestaltet haben.

„Manche betrachten Trumps Kriege als imperialistische Bestrebungen“, sagt Immerwahr. „Doch tatsächlich frisst er das Imperium von innen auf – durch eine ‚Hit-and-Run‘-Außenpolitik.“

In einem aktuellen Interview mit dem Podcast More To The Story analysiert Immerwahr gemeinsam mit Moderator Al Letson die Hintergründe von Trumps Angriff auf den Iran, die Gründe für die Zersetzung der internationalen Nachkriegsordnung und die langfristigen Folgen seiner unberechenbaren Außenpolitik.

Internationale Reaktionen und langfristige Risiken

Trumps Politik hat bereits zu erheblichen Spannungen mit Verbündeten und Gegnern gleichermaßen geführt. Die einseitigen Entscheidungen der USA untergraben das Vertrauen in multilaterale Abkommen und internationale Institutionen. Experten warnen vor einer weiteren Destabilisierung globaler Handelswege und Sicherheitsarchitekturen.

Die langfristigen Konsequenzen dieser Politik könnten weitreichend sein: von wirtschaftlichen Einbußen durch unterbrochene Lieferketten bis hin zu neuen Konflikten, die aus der Schwächung etablierter internationaler Strukturen resultieren.

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