Republikanische Berater im Krisentreffen
Weißes Haus Stabschefin Susie Wiles organisierte am Montag ein geheimes Treffen mit Dutzenden republikanischen Wahlkampfstrategen im Waldorf Astoria in New York. Wie Politico berichtet, dient das Treffen der Abstimmung einer gemeinsamen Strategie für die anstehenden Midterm-Wahlen im November.
Ehemaliger stellvertretender Stabschef James Blair, der kürzlich das Weiße Haus verließ, um Trumps Wahlkampfteam zu leiten, war maßgeblich an der Planung beteiligt. Die Dringlichkeit des Treffens unterstreicht die wachsende Sorge im Weißen Haus – insbesondere angesichts der unpopulären Iran-Politik des ehemaligen Präsidenten und deren wirtschaftlichen Folgen.
Wirtschaftliche Folgen belasten Trump
Laut einer NBC News-Umfrage vom Montag liegt Trumps Zustimmungswert bei nur noch 37 Prozent. Zwei Drittel der Amerikaner lehnen seine Politik in Sachen Inflation und Iran-Konflikt ab. Die Spannungen im Nahen Osten haben den globalen Handel gestört und die Energiepreise in die Höhe getrieben.
Energieminister Chris Wright warnte am Sonntag, dass die Spritpreise voraussichtlich erst nächstes Jahr wieder sinken könnten. Dies stellt republikanische Kandidaten vor ein massives Problem: Wie sollen sie im Wahlkampf für eine Politik werben, die bei den Wählern so unbeliebt ist?
Weißes Haus fürchtet Realität statt Rhetorik
Ein enger Mitarbeiter des Weißen Hauses äußerte sich gegenüber Politico kritisch zur aktuellen Lage:
„Die Rhetorik zählt weniger als die Realität. Entweder die Preise sinken – oder sie tun es nicht. Wenn wir nicht unter drei Dollar pro Gallone bleiben, werden wir bei den Wahlen vernichtend geschlagen.“
Die wirtschaftliche Unsicherheit und die hohen Lebenshaltungskosten könnten die Midterms für die Republikaner zu einem Desaster machen. Die Strategie des Weißen Hauses scheint klar: Schadensbegrenzung statt offensiver Kampagnen.