Die zweite Staffel der Horror-Serie Willkommen in Derry wird sich intensiv mit der gewalttätigen Vergangenheit der fiktiven Stadt auseinandersetzen. Ein zentrales Thema ist dabei der Bradley Gang, eine Bande von Bankräubern, deren Schicksal eng mit Derry verknüpft ist. Die Serie, die auf Stephen Kings Roman Es basiert, wird dabei eine historische Epoche aufgreifen, die bisher nur am Rande erwähnt wurde.

Schöpfer Andy Muschietti bestätigte gegenüber Deadline, dass die Handlung in die Zeit der Great Depression zurückversetzt wird. Pennywise, der berühmte tanzende Clown, wird in dieser Ära seine blutigen Spiele treiben. Muschietti äußerte sich begeistert über die neuen Möglichkeiten:

„Wir arbeiten gerade daran, und es macht riesigen Spaß. Für alle, die die Bücher kennen, wird der Bradley Gang vertraut klingen. Die Bande war auf der Flucht, als sie in Derry Halt machte, um Munition zu kaufen – und dann geschah etwas Schreckliches.“

Der Bradley Gang basiert lose auf der realen Brady Gang, einer kurzlebigen Gruppe von Kriminellen aus Maine, die 1937 in Bangor von der Polizei gestellt und brutal hingerichtet wurde. Die wahren Ereignisse schürten damals die Angst vor Gesetzlosigkeit in der Bevölkerung. Kings Version der Geschichte weicht jedoch stark von der Realität ab: In seiner Version wird die Bande von den Einwohnern Derrys in eine Falle gelockt und niedergeschossen – ein Ereignis, das Pennywise neuen Nährboden für seine grausamen Spiele bietet.

Doch die zweite Staffel von Willkommen in Derry wird nicht nur die Geschichte des Bradley Gang erzählen. Sie wird auch eine der dunkelsten Phasen der Stadt aufarbeiten, in der Armut, Verzweiflung und Chaos herrschten – eine perfekte Umgebung für den Horrorclown. Muschietti betont die Unterschiede zur ersten Staffel:

„Die Great Depression verändert alles. Es gibt keine Vorstadtidylle, keine Kinder auf Fahrrädern, die plötzlich verschwinden. Wir befinden uns im Jahr 1935 – eine Zeit extremer Armut und existenzieller Not. Die Menschen kämpfen ums Überleben, und die Rahmenbedingungen sind völlig anders.“