Die erste Staffel von „Off Campus“ auf Prime Video endet mit einem Happy End für das Paar Hannah (Ella Bright) und Garrett (Belmont Cameli). Doch der Weg dorthin unterscheidet sich deutlich von der Vorlage, dem Bestseller „The Deal“ von Elle Kennedy. Während im Buch Garretts Vater ihm mit finanzieller Strafe droht, wenn er die Beziehung fortsetzt, kommt es in der Serie zu einem anderen Bruch: Garrett beendet die Beziehung aus Angst, er könnte Hannah ähnlich verletzen wie sein Vater seine Mutter und seine neue Frau.

Diese Entscheidung entstand aus einer Überarbeitung des Drehbuchs für Folge 7. Der Auslöser war Garretts gewalttätiger Ausbruch auf dem Eis während eines Spiels gegen Hannahs Angreifer. Showrunner Louisa Levy und Gina Fattore erklärten, dass sie die ursprüngliche Handlung an die modernen Gegebenheiten anpassen mussten – insbesondere an die neuen Name, Image and Likeness (NIL)-Regeln im College-Sport, die Garretts finanzielle Erpressbarkeit verringert hätten.

„Wir hatten Schwierigkeiten, zu verstehen, wie wir diese Situation in der heutigen Zeit rechtfertigen können“, sagte Levy. „Wenn Garrett ein Star ist, der leicht sein eigenes Geld verdienen kann, warum sollte er sich dann erpressen lassen?“ Die Showrunner bevorzugten stattdessen eine Handlung, die Garretts innere Konflikte in den Vordergrund stellt: „Wenn Garretts größte Angst ist, wie sein Vater zu werden, dann wird er alles tun, um Hannah zu schützen.“

Fattore ergänzte: „Eine Liebesgeschichte wird spannender, wenn die Hindernisse aus den Charakteren selbst kommen. Wir wollten den Konflikt zwischen den beiden so stark wie möglich machen.“

Neue Konflikte und ein mysteriöser Neuzugang

Auch wenn Hannah und Garrett ihr Happy End finden, wirft das Finale der ersten Staffel neue Fragen für Staffel 2 auf. So wird Allie (Mika Abdalla) mit einem mysteriösen One-Night-Stand konfrontiert: Hunter Davenport (Stephen Kalyn), ein neuer Spieler, der vom Team rekrutiert wurde, um die Siegchancen zu erhöhen. Davenport übertrifft sogar Dean (ebenfalls Stephen Kalyn) und hat eine unbekannte Vergangenheit mit dessen Schwester.

Fattore betonte, dass sie die Betonung auf ein „glückliches Ende“ zwar respektiert, doch als Showrunner von Serien wie „Grey’s Anatomy“ und „Dawson’s Creek“ wussten sie, dass sie den Zuschauern mehr bieten mussten. „Bei ‚Dawson’s Creek‘ haben wir die Charaktere einfach immer wieder getrennt“, scherzte sie. „Wir wollten unbedingt ein Finale, das Neugier auf Staffel 2 weckt.“

Ob die Liebesgeschichte zwischen Dean und Allie – die im dritten Buch der Reihe stattfindet – vorgezogen wird, bleibt vorerst offen. Die Showrunner versprachen jedoch: „Es wird mehr Informationen geben.“

Quelle: The Wrap