AMD hat mit der FidelityFX Super Resolution (FSR) 4 eine neue Generation seiner Upscaling-Technologie vorgestellt, die ursprünglich nur für die neuesten Radeon RX 9000-Serie mit RDNA4-Architektur geplant war. Doch nach über einem Jahr ändert der Hersteller seine Pläne: FSR 4 wird nun auch auf älteren Grafikkarten verfügbar sein.

Laut einer Ankündigung von Jack Huynh, Senior Vice President of Computing and Graphics bei AMD, startet die schrittweise Erweiterung ab Juli. Unterstützt werden dabei RDNA3- und RDNA 3.5-basierte GPUs, darunter die Radeon RX 7000-Serie. Auch integrierte Grafikeinheiten wie die Radeon 890M und die Radeon 8060S – etwa in Gaming-Handhelds oder kompakten Laptops – erhalten Zugang zu der verbesserten Technologie.

FSR 4: Bessere Bildqualität durch Hardware-Beschleunigung

FSR 4 nutzt eine hardwarebasierte Beschleunigung, um die Bildqualität bei Upscaling-Prozessen deutlich zu erhöhen. Im Vergleich zu älteren Versionen soll die neue Implementierung schärfere Details, weniger Artefakte und eine stabilere Performance bieten. Bisher war diese Funktion jedoch ausschließlich der RX 9000-Serie vorbehalten.

Wer profitiert von der Erweiterung?

Die Liste der unterstützten GPUs umfasst unter anderem:

  • Radeon RX 7900 XTX, RX 7900 XT, RX 7900 GRE
  • Radeon RX 7800 XT, RX 7700 XT
  • Radeon RX 7600 XT, RX 7600
  • Radeon 780M (integriert, z. B. in Laptops)
  • Radeon 890M und 8060S (integriert, z. B. in Steam Deck oder ähnlichen Geräten)

Warum die Kehrtwende?

Die ursprüngliche Beschränkung auf RDNA4-GPUs sorgte für Kritik, da viele Nutzer älterer Hardware weiterhin auf verbesserte Upscaling-Lösungen hofften. Mit der nun angekündigten Erweiterung reagiert AMD auf diese Forderungen und ermöglicht eine breitere Kompatibilität. Die Technologie soll dabei weiterhin plattformübergreifend funktionieren, also auch auf NVIDIA- und Intel-Grafikkarten nutzbar sein – allerdings mit reduzierter Hardware-Beschleunigung.

„Die Entscheidung, FSR 4 auf ältere GPUs auszurollen, unterstreicht unser Engagement für eine inklusive Gaming- und Kreativ-Community. Wir wollen sicherstellen, dass möglichst viele Nutzer von den Fortschritten profitieren können.“ – Jack Huynh, AMD

Wann und wie erfolgt die Aktualisierung?

AMD plant, die ersten Treiberupdates ab Juli 2025 bereitzustellen. Nutzer der genannten Grafikkarten können dann über die offiziellen AMD-Support-Kanäle oder die Radeon-Software die neuesten Treiber herunterladen. Eine vollständige Liste der unterstützten Modelle wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Die Erweiterung von FSR 4 auf ältere Hardware markiert einen wichtigen Schritt für AMD, um die Technologie als Industriestandard zu etablieren. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen damit, dass es die Bedürfnisse seiner Community ernst nimmt – auch über die neuesten Produktgenerationen hinaus.