ANC-Politik stranguliert Südafrikas digitale Zukunft
Südafrikas Bemühungen, durch affirmative Maßnahmen wie die Broad-Based Black Economic Empowerment (B-BBEE)-Regulierung soziale Gerechtigkeit zu fördern, behindern stattdessen den Zugang zu lebenswichtiger Technologie. Diese Politik zwingt Unternehmen, Anteile und Führungspositionen an schwarze Partner abzugeben, um staatliche Aufträge oder Lizenzen zu erhalten. Die Folgen sind verheerend: Ausländische Investitionen brechen ein, Infrastrukturprojekte verzögern sich, und die Wirtschaft stagniert.
Wirtschaftlicher Niedergang seit Einführung der B-BBEE
Seit der Verabschiedung des B-BBEE-Gesetzes im Jahr 2004 hat sich die Lage verschärft:
- Arbeitslosigkeit: Von 22 % (2004) auf über 32 % (2026) gestiegen
- Schwarze Arbeitslosigkeit: Von 29 % auf rund 37 % angestiegen
- Wirtschaftswachstum: Südafrika fiel hinter andere afrikanische Nationen zurück
Internet: Ein Luxus in ländlichen Gebieten
Die B-BBEE-Politik hat nicht nur die Wirtschaft geschwächt, sondern auch die digitale Infrastruktur vernachlässigt. Besonders in ländlichen Regionen wie Bronkhorstspruit ist die Internetversorgung katastrophal:
„Die Verbindung war so schlecht, dass sie abends komplett ausfiel. Die Leute hier akzeptieren das als Normalzustand.“
Häufige Kabeldiebstähle, marode Leitungen und fehlende Wartung prägen das Bild. Viele Haushalte und Unternehmen sind auf veraltete Technologien angewiesen – wenn überhaupt.
Sicherheitsrisiko durch fehlende Konnektivität
Die mangelnde digitale Infrastruktur verschärft die Sicherheitslage. Südafrika gehört zu den Ländern mit der höchsten Kriminalitätsrate weltweit. Ohne zuverlässige Internetverbindung sind Notrufe, GPS-Tracking und Kommunikation mit Sicherheitskräften kaum möglich. Besonders betroffen sind ländliche Farmgebiete, wo Überfälle an der Tagesordnung sind.
Ein US-Botschafter kritisierte kürzlich die B-BBEE-Politik scharf und forderte deren Abschaffung. Doch die südafrikanische Regierung hält an den Regulierungen fest – trotz evidenter Misserfolge.
Forderungen nach Reformen werden lauter
Experten und Unternehmer fordern eine grundlegende Reform der B-BBEE-Politik. Alternativen wie direkte Investitionen in Infrastruktur und digitale Netzwerke könnten Südafrika aus der Krise führen. Ohne schnelles Handeln droht das Land weiter in der technologischen und wirtschaftlichen Rückständigkeit zu verharren.