Anna Konkle ist vielen als Schauspielerin aus der Serie „Pen15“ bekannt, in der sie eine 13-jährige Version ihrer selbst spielte – an der Seite ihrer Co-Schöpferin Maya Erskine und einer Besetzung aus echten Teenagern. Doch jetzt wagt sie sich noch weiter zurück in ihre Vergangenheit: In ihrer neuen Memoir „The Sane One“ setzt sie sich intensiv mit ihrer Beziehung zu ihrem Vater auseinander – einschließlich dessen Entfremdung, Versöhnung und frühem Tod.

„Während der Arbeit an ‚Pen15‘ wurde ich oft gefragt, wie nah die Serie an der Realität war“, erklärt Konkle im Gespräch mit TheWrap. „Ich antwortete immer: ‚Es ist sie, aber nur die Spitze des Eisbergs.‘“ Die Serie basierte zwar auf autobiografischen Elementen, doch Konkle wusste stets, dass es noch viel mehr zu erzählen gab. „Es gab dieses dunkle Untergeschoss, das mich faszinierte – aber in ‚Pen15‘ hätte es nicht den richtigen Rahmen gefunden.“

Mit „The Sane One“ nutzt Konkle nun die Freiheit des Buchformats, um ihre Geschichte noch direkter und experimenteller zu erzählen. „Es geht um Lachen, Absurdität und die Eigenheiten des Menschseins – aber auch um schonungslose Ehrlichkeit“, sagt sie. „Ein Buch erlaubt es mir, noch radikaler zu sein.“

Bevor ihr Vater starb, ermutigte er sie ausdrücklich, alles aufzuschreiben: „Schreib es alles auf.“ Konkle zeigte ihren Familienmitgliedern ausgewählte Kapitel, um sicherzustellen, dass sie sich mit der Darstellung wohlfühlten. „Meine Mutter hatte zwar Schwierigkeiten damit, dass mein Vater nicht mehr da ist, um seine Zustimmung zu geben – aber sie verstand auch, dass es meine Kunst und meine Erinnerung ist.“

Konkle ist seit 2021 Mutter einer Tochter namens Essie. Die Geburt ihres Kindes warf für sie neue Fragen auf: „Wie ‚sane‘ ist man, wenn man ständig in der Vergangenheit lebt?“ Doch gleichzeitig half ihr die Mutterschaft, ihre eigene Geschichte noch klarer zu sehen. „Ich wollte verstehen, warum mich diese Erinnerungen so sehr beschäftigen – und ob das überhaupt normal ist.“

Quelle: The Wrap