Ein Prototyp des neuen Audi RS6 ist während eines Testlaufs auf dem Nürburgring schwer verunglückt. Der Wagen untersteuerte in einer Rechtskurve und prallte gegen eine Reifenbarriere. Zwar dämpften die Reifen den Aufprall, doch Schäden an der Fahrwerkstechnik sind wahrscheinlich. Der Fahrer blieb unverletzt und informierte umgehend das Audi-Testteam über den Zwischenfall.

Der Unfall wirft Fragen zur Fahrstabilität des neuen RS6 auf. Audi hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, insbesondere durch den rear torque splitter, der erstmals im RS3 (2022) eingesetzt wurde. Dennoch scheint der neue RS6 noch nicht vollständig von Untersteuertendenzen befreit zu sein – ein Problem, das bei früheren Audi-Modellen häufig auftrat.

Obwohl nur wenige Besitzer eines RS6 jemals eine Rennstrecke befahren werden, nutzt Audi das Nürburgring-Testgelände, um Prototypen unter realen Bedingungen zu erproben und letzte Feinheiten zu optimieren.

Was treibt den neuen RS6 an?

Die technischen Details des neuen RS6 sind noch nicht offiziell bestätigt. Unklar ist, ob Audi auf einen V8 verzichtet und stattdessen einen Plug-in-Hybrid mit 2,9-Liter-V6 (wie im RS5) einsetzt. Eine spannendere Option wäre der Einsatz eines 4,0-Liter-V8-Plug-in-Hybrids mit 771 PS und 738 lb-ft Drehmoment – genau wie im Bentley Continental GT Speed. Diese Motorisierung würde dem RS6 genug Leistung bieten, um mit dem BMW M5 zu konkurrieren.

Fazit: Ein Rückschlag, aber kein Showstopper

Der Unfall zeigt, dass selbst hochmoderne Prototypen noch Entwicklungsbedarf haben. Dennoch ist davon auszugehen, dass Audi die Fahrstabilität des RS6 vor der Markteinführung optimieren wird. Die Frage nach dem Antrieb bleibt vorerst offen – doch die Aussicht auf einen leistungsstarken Plug-in-Hybrid-V8 macht den neuen RS6 umso spannender.

Quelle: CarScoops