Der konservative TV-Kommentator Bill O’Reilly hat sich in seiner Sendung „No Spin News“ scharf über den Comedian Jimmy Kimmel geäußert. Im Mittelpunkt steht Kimmels umstrittene Äußerung über Melania Trump, in der er sie als „erwartende Witwe“ bezeichnete – kurz vor einem Attentat auf den damaligen Präsidenten Donald Trump.

O’Reilly warf Kimmel vor, die Tragweite seiner Worte nicht zu verstehen. „Jimmy Kimmel ist meiner Meinung nach nicht klug genug, um zu begreifen, was er da sagt“, erklärte er. „Er ist einfach nicht klug genug.“ Der Moderator hatte zuvor Kimmels Verteidigung der Äußerung als „harmlosen Roast“ kritisiert und ihn als „Hasser“ bezeichnet, der „Hass verbreite“.

O’Reilly erinnerte daran, dass Kimmel bereits im vergangenen Jahr die MAGA-Bewegung für den Attentatsversuch auf Charlie Kirk verantwortlich gemacht hatte. „Das war ein empörender, dummer und törichter Kommentar“, so O’Reilly. „Ich habe ihm damals noch eine Chance gegeben – doch ich lag falsch.“

Der konservative Kommentator spielte zudem Ausschnitte aus Kimmels Rechtfertigung ein, in denen dieser betonte, sich gegen „hassvolle und gewaltverherrlichende Rhetorik“ auszusprechen. O’Reilly zeigte sich davon unbeeindruckt und zählte weitere Male auf, in denen Kimmel die Trump-Familie kritisiert hatte.

Kritik an Disney und „The View“

Doch nicht nur Kimmel geriet in O’Reillys Visier. Der Moderator attackierte auch den Medienkonzern Disney, den er als „großen Bösewicht“ bezeichnete. Disney betreibe eine „Hasskampagne“ gegen Trump, insbesondere durch Sendungen wie „The View“. „Die könnten ‚The View‘ leicht ändern“, sagte O’Reilly. „Man müsste nur ein paar moderate Frauen in die Runde holen. Es ist nicht so schlimm wie Kimmel, aber fast.“

O’Reillys Vorwürfe fielen zeitgleich mit einer ungewöhnlichen Anfrage der Federal Communications Commission (FCC) an Disney. Die Behörde forderte die acht lokalen ABC-Sender des Konzerns auf, ihre Sendelizenzen vorzeitig zu erneuern – ein seltener Schritt, der den Druck auf Disney erhöht. In einem Schreiben hieß es, eine frühzeitige Überprüfung sei „im öffentlichen Interesse“ notwendig.

Ein Disney-Sprecher reagierte bisher nicht auf die Vorwürfe O’Reillys oder die FCC-Anfrage.

Quelle: The Wrap