Gleiche Preise, unterschiedliche Leistung

BMW setzt mit der nächsten M3-Generation auf ein ungewöhnliches Konzept: Die vollelektrische und die Verbrenner-Version des Sportwagens werden voraussichtlich zum gleichen Preis angeboten. Doch die Leistungsdaten könnten kaum unterschiedlicher ausfallen.

Laut aktuellen Berichten könnte der elektrische M3 dank eines Viermotoren-Setups bis zu 1.000 PS (1.014 PS) entwickeln. Die Basisversionen sollen zunächst 700 bis 800 PS (710 bis 811 PS) bieten. Der Verbrenner-M3 bleibt mit einem weiterentwickelten Twin-Turbo-Reihensechszylinder und Mild-Hybrid-Technik bei etwa 552 PS (560 PS).

Design und Plattformen: Geschwister statt Gegensätze

Optisch werden sich die beiden Varianten kaum unterscheiden. BMW setzt auf ein gemeinsames Design, inspiriert vom neuen Neue Klasse-Stil. Dennoch basieren sie auf unterschiedlichen Plattformen: Der Verbrenner nutzt eine überarbeitete Version der aktuellen CLAR-Plattform, während der E-M3 eine komplett neue Architektur erhält.

Digitales Cockpit für beide Modelle

Auch im Innenraum setzen beide Versionen auf ein minimalistisches, bildschirmlastiges Design. Weniger physische Knöpfe und mehr Digitalisierung prägen das Interieur. BMWs Panoramic iDrive soll dabei für eine moderne, aber möglicherweise polarisierende Nutzererfahrung sorgen.

Verbrenner-M3: Kein Schaltgetriebe mehr?

Sylvia Neubauer, Vertriebschefin von BMW M, betont, dass beide Versionen den Erwartungen der Käufer entsprechen sollen: „Es geht nicht nur um Leistung, sondern auch um Fahrspaß, Manövrierfähigkeit und das Vertrauen zwischen Fahrer, Auto und Straße.“

Dennoch deutet einiges darauf hin, dass der Verbrenner-M3 an einigen Stellen modernisiert wird. So könnte das manuelle Schaltgetriebe, das bisher nur in der Basisversion des M3 ohne Competition-Paket verfügbar ist, entfallen. Damit würde sich der Benziner noch weiter von seinen analogen Wurzeln entfernen.

Elektrischer M3: Volle Leistung ohne Kompromisse

Der elektrische M3 setzt auf eine Quad-Motor-Konfiguration, die nicht nur hohe Leistung, sondern auch eine präzise Kraftverteilung ermöglicht. Trotz der enormen Leistungsdifferenz zum Verbrenner soll der E-M3 das gleiche Fahrgefühl vermitteln – zumindest laut BMW.

Neubauer räumt ein, dass nicht alle Fans des Verbrennungsmotors sofort auf Elektro umsteigen werden: „Natürlich überzeugen wir nicht jeden aus der Zielgruppe der Benziner-Fans. Aber von 100 Menschen, die den E-M3 ausprobieren, werden wir einige überzeugen können.“

Fazit: Tradition trifft auf Zukunft

Mit dem neuen M3 zeigt BMW, dass es sowohl die klassische als auch die elektrische Sportwagen-Ära bedienen will – und das zu ähnlichen Preisen. Während der Verbrenner langsam modernisiert wird, setzt der E-M3 auf maximale Leistung und digitale Innovation. Ob die Fans das Konzept annehmen, bleibt abzuwarten.

Quelle: CarScoops