Washington – Die Rückkehr der Republikaner nach Washington am Montag steht unter keinem guten Stern. Ein milliardenschwerer Sicherheitsplan des Senats, der unter anderem die Finanzierung eines umstrittenen Ballsaals für Ex-Präsident Donald Trump vorsieht, sorgt für massive Kritik – vor allem von Seiten der Demokraten.

Die republikanische Führung hatte die zusätzliche Milliarde Dollar für die Sicherheit im Weißen Haus in einen Haushaltsentwurf aufgenommen. Dieser sieht zudem die Wiederherstellung der Finanzierung für Einwanderungsbehörden vor, die die Demokraten seit Februar blockiert haben. Der Vorschlag folgt auf den Vorfall vom vergangenen Monat, bei dem ein Mann versucht haben soll, Trump beim White House Correspondents’ Dinner zu ermorden.

Demokraten setzen auf Blockade

Um den Haushaltsentwurf ohne demokratische Stimmen durchzusetzen, nutzen die Republikaner ein parteiisches Budgetverfahren. Doch Senatsführer Chuck Schumer kündigte in einem Schreiben an seine Kollegen an, dass die Demokraten den Plan auf verschiedenen Wegen bekämpfen werden. Dazu gehört unter anderem der Versuch, die Parlamentarierin des Senats zu überzeugen, die Gelder für den Ballsaal aus dem Entwurf zu streichen. Zudem sollen Änderungsanträge eingebracht werden, die Republikaner zwingen, öffentlich zu den Ausgaben Stellung zu beziehen.

„Der von Republikanern kontrollierte Kongress reagiert auf diese Situation mit einem defizitfinanzierten, parteiischen Gesetz, das Milliarden an Steuergeldern in eine unkontrollierte ICE-Operation und einen milliardenschweren Ballsaal pumpt – während gleichzeitig nichts gegen den illegalen Krieg im Iran unternommen wird und die republikanische Preiskrise die arbeitenden Familien belastet.“

— Senatsführer Chuck Schumer

Unklarheit bei den Republikanern

Ob der Sicherheitsplan tatsächlich ausreichend Unterstützung unter den Republikanern findet, ist noch ungewiss. Während das Repräsentantenhaus seinen Entwurf noch nicht vorgelegt hat, soll der Senat in dieser Woche mit der Abstimmung über seine Version beginnen. Die meisten republikanischen Abgeordneten haben sich während der parlamentarischen Pause bedeckt gehalten. Einige äußerten jedoch öffentlich Zweifel an der Notwendigkeit des Plans.

„Ich werde mir das sehr genau ansehen und sicherstellen, dass diese Ausgaben im nationalen Interesse liegen“, sagte der republikanische Abgeordnete Rob Wittman aus Virginia letzte Woche in Washington. „Ich möchte die genauen Details der Ausgaben kennen, insbesondere wie sie in die Gesamtkosten des Projekts einfließen. Es ist noch zu früh, um hier ein klares Ja oder Nein zu sagen.“

Wittman forderte mehr Klarheit über die Verwendung der Mittel und deren Zusammenhang mit den Gesamtkosten des Ballsaal-Projekts. Trump hatte zuvor erklärt, die Baukosten für den Ballsaal würden sich auf 400 Millionen Dollar belaufen und ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert. Eine konkrete Summe für die Sicherheitskosten nannte er jedoch nicht.

Geplante Sicherheitsmaßnahmen

Der Senatsentwurf sieht vor, dass die Milliarde Dollar vor allem der US Secret Service zugutekommt. Die Mittel sollen für „Sicherheitsanpassungen und -aufwertungen“ im Zusammenhang mit dem Ballsaal-Projekt verwendet werden. Dieses wird seit dem Vorfall vom 25. April massiv vorangetrieben, als ein Mann mit Waffen und Messern versucht haben soll, Trump beim White House Correspondents’ Dinner anzugreifen.

Laut Gesetzestext sollen die Gelder für „über- und unterirdische Sicherheitsfeatures“ genutzt werden, wobei ausdrücklich betont wird, dass sie nicht für nicht sicherheitsrelevante Elemente verwendet werden dürfen.

Ein Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, lobte die Republikaner letzte Woche für die Aufnahme der Mittel. Diese seien „längst überfällig“ und würden der US Secret Service die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen, um die Sicherheit im Weißen Haus zu gewährleisten.