Ein 2007er Mazda MX-5 mit dem Charme eines Aston Martin: Diese ungewöhnliche Kreation stammt von Simpson Design aus Washington State und beweist, dass selbst japanische Roadster in europäisches Flair gehüllt werden können.

Von der Straße zum Kunstwerk

Die Basis bildet ein NC-Miata aus dem Jahr 2007. Doch was Simpson Design daraus gemacht hat, erinnert eher an einen italienischen Sportwagen als an einen japanischen Klassiker. Die Front zeigt einen markanten Kühlergrill mit breitem Maschenmuster, verdeckte Scheinwerfer mit klaren Abdeckungen und seitliche Entlüftungen in den Kotflügeln. Selbst die Türgriffe stammen von einem Lancia Flavia – ein Detail, das den individuellen Charakter unterstreicht.

Die Seitenansicht wird von 16-Zoll-Wire Wheels dominiert, die in einem frischen Hellgrün lackiert sind. Dazu passt die Farbe des Fahrzeugs, die an die Hügel der Toskana erinnert. Ein abnehmbares Hartdach in passendem Ton rundet das äußere Erscheinungsbild ab.

Innenraum: Luxus statt Leichtbau

Der Innenraum ist eine Hommage an klassische GT-Fahrzeuge. Beige Vinyl-Sitze, Holzapplikationen an Armaturenbrett und Mittelkonsole sowie ein Nardi-Sportlenkrad mit Holzrand und Aston-Martin-Hupenknopf schaffen eine Atmosphäre, die weit entfernt ist vom Serien-Miata. Selbst die Klimaanlage und das Audio-System (AM/FM/CD) blieben erhalten – ein seltener Luxus bei solch radikalen Umbauten.

Technik bleibt original – mit Automatik

Trotz aller optischen Veränderungen setzt der MX-5 weiterhin auf seine bewährte Technik: Ein 2.0-Liter-Vierzylinder (MZR) mit 166 PS (124 kW) und 190 Nm Drehmoment treibt die Hinterräder an. Die Kraftübertragung übernimmt eine sechsgängige Automatik – für Puristen sicher ein Kompromiss, für Fans eines entspannten GT-Fahrstils jedoch eine passende Wahl.

Mit nur 26.000 Meilen auf dem Tacho und einem sauberen Carfax-Bericht wird das Fahrzeug aktuell bei Bring a Trailer angeboten. Der Startpreis liegt bei 23.500 US-Dollar – ein stolzer Betrag für einen MX-5, aber verständlich, wenn man bedenkt, dass hier kein Serienfahrzeug, sondern ein Unikat versteckt ist.

Fazit: Kunst oder Kitsch?

Die Frage, ob diese Verwandlung gelungen ist, bleibt Geschmackssache. Einerseits wirkt der MX-5 wie ein verlorener Aston Martin aus den 1960ern, andererseits könnte der radikale Stil polarisieren. Fest steht: Wer nach Individualität sucht, findet hier ein Fahrzeug, das definitiv nicht unbemerkt bleibt.

Quelle: CarScoops