Senatorin Elizabeth Warren hat sich erneut gegen die geplante Fusion von Paramount Global und Warner Bros. Discovery ausgesprochen. Sie warnt vor den negativen Auswirkungen eines solchen Medienmonopols auf die Unterhaltungsbranche und die Verbraucher.

In einem Beitrag auf der Plattform X (ehemals Twitter) zog Warren einen Vergleich zur erfolgreichen Serie „Severance“. Die dystopische Thriller-Serie, die 2022 Premiere feierte, hätte ohne die Existenz mehrerer unabhängiger Studios möglicherweise nie das Licht der Welt erblickt.

„Das Beunruhigendste an der Serie ‚Severance‘ ist: Solche Produktionen könnten komplett verschwinden, wenn ein einzelnes Studio die Kontrolle über Hollywood erhält – und genau das versucht Donald Trump zu ermöglichen.“

Warren erklärte, dass das Drehbuch von „Severance“ jahrelang erfolglos bei verschiedenen Studios eingereicht wurde, bevor es schließlich von Apple TV+ aufgegriffen wurde. Hätte es nur wenige Studios gegeben, die für solche Projekte infrage gekommen wären, wäre die Serie vermutlich nie entstanden.

„Medienfusionen sind schlecht für alle“, so Warren. „Die Preise könnten steigen, die Arbeitsplätze könnten unsicherer werden, und die Auswahl an Inhalten würde schrumpfen. Wenn Paramount – kontrolliert von der Trump-nahen Familie Ellison – Warner Bros. übernimmt, wird das zum Problem.“

Die Senatorin betonte, dass sie keine Kontrolle über die Unterhaltungsindustrie durch eine „Trump-nahe Dynastie“ wünsche. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Donald Trump bestimmt, was auf unseren Bildschirmen erscheint.“

Hintergrund: Die Serie „Severance“ wurde von Dan Erickson entwickelt und entstand in Zusammenarbeit mit Executive Producer Ben Stiller. Nach Jahren der Ablehnung durch verschiedene Studios sicherte sich Apple TV+ 2019 die Rechte. Die Serie startete 2022 und wird mit einer dritten Staffel fortgesetzt.

Warren hatte bereits im Februar die Fusion von Paramount und Warner Bros. kritisiert: „Eine Fusion von Paramount, Skydance und Warner Bros. ist ein kartellrechtlicher Albtraum, der zu höheren Preisen und weniger Auswahl für amerikanische Familien führt.“

Sie warf der Trump-Administration vor, mit Billionären aus dem Umfeld des ehemaligen Präsidenten zusammenzuarbeiten, um die Kontrolle über die Medienlandschaft zu erlangen. „Mit dem Schatten der Korruption über dem Justizministerium von Trump liegt es an den Bürgern und Generalstaatsanwälten, das Gesetz durchzusetzen.“

Quelle: The Wrap