Die NFL ist derzeit in einen Skandal um Mike Vrabel verwickelt, der für Schlagzeilen sorgte – bis ESPN eine falsche Meldung verbreitete und später korrigieren musste.
Am Samstag, dem dritten Tag des NFL-Drafts, fehlte Vrabel, der Cheftrainer der New England Patriots. Stattdessen nahm er an einer Beratungssitzung teil. Eliot Wolf, Vizepräsident für Spielerpersonal bei den Patriots, erklärte zuvor, dass Vrabels Abwesenheit einen spürbaren Verlust für das Team darstelle. Seine Führung, Präsenz und Fähigkeit, ungedraftete Free Agents zu rekrutieren, seien unverzichtbar.
Während der ESPN-Übertragung des Drafts behauptete Peter Schrager jedoch, dass die Patriots laut internen Quellen ständig mit Vrabel in Kontakt standen. Diese Aussage warf Fragen auf: Warum sollte jemand, der sich einer Auszeit unterzieht, ständig mit dem Team kommunizieren?
Nur kurze Zeit später korrigierte Schrager seine Aussage. In einem Tweet erklärte er, dass Vrabel und das Team beschlossen hätten, die Kommunikation während des dritten Draft-Tags vollständig einzustellen. Ursprünglich hatte Schrager von einer „ständigen Kontaktaufnahme“ gesprochen, nun hieß es: „überhaupt kein Kontakt“.
Entweder war die ursprüngliche Meldung falsch – oder die Patriots erkannten, dass die Berichterstattung über eine ständige Kommunikation ein PR-Desaster wäre, und handelten schnell, um die Situation zu bereinigen.
Wolf bestätigte in einer Pressekonferenz am Samstag, dass es keinen Kontakt zu Vrabel gab, außer einer kurzen, freundlichen Nachricht am Morgen. Auf die Frage, ob Vrabel das Team vor dem Draft-Tag mit einer Botschaft unterstützt habe, antwortete Wolf: „Er hat uns Worte der Ermutigung mitgegeben. Er kennt unseren Prozess und wusste, welche Spieler wir brauchen. Heute haben wir einige Draft-Picks ausgewählt, die ihm gefallen.“
Die falsche Meldung von ESPN sorgte für große Aufmerksamkeit, da sie im Widerspruch zu Vrabels angekündigter Auszeit stand. Die Korrektur unterstreicht die Bedeutung genauer Berichterstattung in sensiblen Situationen.