Ein ehemaliger FBI-Offizieller hat Kash Patel aufgefordert, sich wie ein Erwachsener zu verhalten, statt die Presse für ihre Berichterstattung über ihn anzugreifen. In einer aktuellen Diskussion bei MSNBC kritisierte der ehemalige FBI-Beamte Chris O’Leary Patels Vorgehen gegen die Journalistin Sarah Fitzpatrick vom Atlantic scharf.
Ermittlung gegen Journalistin wegen Berichterstattung
O’Leary erklärte im Gespräch mit Katy Tur Reports, dass es als FBI-Agent unzulässig sei, Ermittlungen aufgrund von Meinungsäußerungen oder durch den Ersten Verfassungszusatz geschützten Rechten einzuleiten. Dennoch wirft er Patel vor, genau dies zu tun: „Man kann nicht gegen die Presse vorgehen. Doch diese Standards scheinen heute keine Rolle mehr zu spielen.“
O’Leary fügte hinzu: „Wenn er nicht möchte, dass Kritiker weiterhin über ihn berichten, sollte er sich wie ein Erwachsener, wie ein Profi und wie es von einem FBI-Direktor erwartet wird, verhalten.“
FBI dementiert Ermittlungen – Atlantic wehrt sich
Ein Sprecher des FBI, Ben Williamson, bestritt in einer Stellungnahme, dass gegen Fitzpatrick ermittelt werde. Er erklärte: „Jedes Mal, wenn falsche Behauptungen durch anonyme Quellen veröffentlicht und widerlegt werden, spielt die Medienbranche das Opfer und behauptet nicht existente Ermittlungen.“
Jeffrey Goldberg, Chefredakteur des Atlantic, wies diese Darstellung zurück. In einer Stellungnahme gegenüber TheWrap betonte er: „Sollte es tatsächlich Ermittlungen geben, wäre dies ein skandalöser Angriff auf die Pressefreiheit und den Ersten Verfassungszusatz.“
Goldberg sicherte zu: „Wir werden uns energisch für das Atlantic und unsere Mitarbeiter einsetzen. Wir lassen uns nicht durch unrechtmäßige Ermittlungen oder politisch motivierte Vergeltungsmaßnahmen einschüchtern. Wir werden weiterhin professionell, fair und gründlich über das FBI berichten und Journalismus im öffentlichen Interesse betreiben.“
Patel verklagt Atlantic auf 250 Millionen Dollar
Die angeblichen Ermittlungen gegen Fitzpatrick folgen auf eine Klage Patels gegen das Magazin in Höhe von 250 Millionen Dollar wegen Verleumdung. Auslöser war ein Bericht, in dem Fitzpatrick behauptete, Patels übermäßiger Alkoholkonsum habe seine Amtsführung beeinträchtigt – unter anderem mit Fällen, in denen sein Sicherheitspersonal ihn nicht wecken konnte.
Ein Video des gesamten Gesprächs ist oben verfügbar.