Der FBI-Direktor Kash Patel steht unter massivem Druck: Medienberichte über sein erratisches Verhalten und angebliche Wutausbrüche haben ihn in eine «Panikmode» versetzt. Um seine Position zu halten, hat er nun ungewöhnliche Maßnahmen ergriffen, die innerhalb der Behörde für Verunsicherung sorgen.
Laut zwei mit der Situation vertrauten Personen hat Patel mehr als zwei Dutzend aktuelle und ehemalige Mitglieder seines Sicherheitsteams sowie IT-Mitarbeiter angewiesen, sich Polygraph-Tests zu unterziehen. Die Anordnung erfolgte kurz nach Berichten über Patels angebliche Temperamentsausbrüche und plötzliche Abwesenheiten.
Die investigative Journalistin Carol Leonnig von MS NOW schilderte in der Sendung Deadline: White House, wie Patels Verhalten die Stimmung innerhalb des FBI vergiftet. «Das verbreitet echte Angst im FBI», erklärte Leonnig gegenüber Moderatorin Nicolle Wallace. «Noch besorgniserregender ist jedoch, dass Patel sich weigert, mit vielen operativen Führungskräften des FBI zusammenzutreffen.»
Diese Zurückhaltung wirft Fragen auf: Der FBI-Direktor muss über Bedrohungen, Ermittlungen und wichtige Entscheidungen informiert sein. Sein Rückzug von Meetings mit Führungskräften löst unter den Mitarbeitern Besorgnis aus. Ein Sprecher der Behörde bestritt jedoch gegenüber MS NOW, dass Patel sich von wichtigen Terminen zurückgezogen habe.
Patel geht zudem rechtlich gegen die Berichterstattung vor: Er hat das Magazin The Atlantic verklagt und ermittelt reportedly gegen die verantwortliche Journalistin. Die Vorwürfe gegen ihn selbst – darunter unberechenbares Verhalten – könnten jedoch langfristig seine Autorität untergraben.