Die Highschool ist für viele eine Herausforderung – doch für Brian (Ben Wang) ist sie besonders schwierig. Sozial unsicher, von Panikattacken geplagt und heimlich in seine Englischlehrerin Brooke (Natalie Morales) verliebt, sucht er verzweifelt nach einem Leitfaden, wie man 'normal' sein kann. In seinem Regiedebüt 'Brian' fängt Will Ropp diese selbstreflektierende Coming-of-Age-Geschichte ein, die bei vielen Zuschauern Erinnerungen an die eigene Jugend weckt.
Ein Film über die Suche nach Identität
Das Drehbuch stammt von Mike Scollins, Autor von Saturday Night Live, und folgt Brian, der sich seinen sozialen Ängsten stellt, indem er sich als Kandidat für den Schülerrat aufstellt. Doch seine Lehrerin und heimliche Liebe Brooke leitet die Wahl. Mit Unterstützung seiner überfürsorglichen Eltern (Randall Park und Edi Patterson), eines neuen Mitschülers (Joshua Colley) und seines Therapeuten (William H. Macy) beginnt Brian nicht nur eine Wahlkampagne, sondern auch, ein stärkeres Selbstbild zu entwickeln. Doch der Weg dorthin ist voller humorvoller Missgeschicke.
Premiere bei SXSW und Lob der Kritiker
Der Film feierte seine Premiere beim South by Southwest Film Festival in der Kategorie Narrative Feature Competition. Obwohl er keinen Preis gewann, überzeugte er Kritiker durch seinen Charme, seinen Humor und die herzerwärmende Geschichte. Die Besetzung – darunter Wang, Morales, Patterson, Park und Macy – sowie Regisseur Ropp diskutierten im Rahmen des Festivals mit Den of Geek über die Entstehung des Projekts.
Authentizität als Schlüssel zum Erfolg
Wang, der selbst sozial unsichere Teenager spielte, betont, dass ihm die Authentizität besonders wichtig war.
„Ich bin einfach ich selbst geblieben. Um die Figur glaubwürdig zu machen, habe ich viele meiner eigenen Eigenheiten, Ticks und Persönlichkeitszüge in die Rolle einfließen lassen.“Auch Regisseur Ropp setzte auf Echtheit, etwa durch die Verwendung eines Rollkoffers für die Figur Brian. Wang und Ropp bestätigten, dass sie selbst in der Schule solche Rucksäcke genutzt hatten – ohne zu wissen, dass sie als „peinlich“ galten.
„Ich verstand nicht, warum alle sagten: ‚Das ist ein toller Detail, das ist wirklich lustig.‘ Ich dachte nur: ‚Warum? Warum ist das lustig? Es ist doch praktisch.‘“
Eine ungewöhnliche Lehrer-Schüler-Beziehung
Natalie Morales, die bereits in Language Lessons eine Lehrerin spielte, verkörpert hier eine ganz andere Art von Pädagogin.
„Ich hatte so viele Szenen mit Ben, der ein fantastischer Schauspieler und Partner ist. Es ist immer schön, wenn jemand dich verehrt – auch wenn die Situation hier völlig unangemessen war.“Die Chemie zwischen den Darstellern und die humorvolle, aber sensible Behandlung des Themas machten den Film zu einem besonderen Erlebnis.
Fazit: Ein Film, der berührt und zum Nachdenken anregt
‚Brian‘ ist mehr als nur eine Teenager-Komödie. Der Film verbindet humorvolle Momente mit tiefgründigen Themen wie sozialer Angst und dem Erwachsenwerden. Mit einer starken Besetzung und einer liebevollen Regie überzeugt er durch Authentizität und Herz. Ein Film, der sowohl junge als auch ältere Zuschauer anspricht.