Fubo hat im ersten Quartal 2024 insgesamt 5,9 Millionen Abonnenten erreicht – ein Meilenstein für den Sports-Streaming-Dienst. Gleichzeitig nähert sich die Integration mit Hulu + Live TV und Disney der finalen Phase. Das Unternehmen steht kurz davor, seine Werbetechnik in Disneys Server zu überführen und ab diesem Monat gemeinsam mit Disney+, Hulu und ESPN Werbeinventar zu verkaufen. Dies soll zu einer deutlichen Steigerung der CPMs und Fill Rates führen.

Zweite Phase: Fubo Sports als Teil des Disney-Bündels ab 2027

In der zweiten Phase wird Fubo Sports ab der ersten Hälfte 2027 neben ESPN Unlimited und Disneys Bündelangeboten verfügbar sein. Ziel ist es, das Abonnentenwachstum effizienter zu gestalten und die Kundengewinnungskosten deutlich zu senken. Fubo Sports bietet bereits jetzt große Sender wie ESPN, ABC, CBS und Fox und verzeichnet starke Marktakzeptanz. Besonders bei preisbewussten Verbrauchern stößt das Angebot auf Resonanz und ergänzt das bestehende Content-Portfolio.

Ein weiterer Erfolg: Im Januar startete Fubo ein spanischsprachiges Bündel mit Hulu + Live TV, das zu Rekordzahlen bei seinem Latino-Produkt führte.

Dritte Phase: Effizienzsteigerung bei Inhaltskosten

Die dritte Phase konzentriert sich auf die Optimierung der Inhaltskosten, sobald die Vertriebsvereinbarungen erneuert werden. Fubo hatte zuvor Synergien von über 120 Millionen US-Dollar nach der Übernahme von Hulu + Live TV prognostiziert – davon rund 100 Millionen US-Dollar durch Werbe-Synergien.

Seit November sind die Sender von NBCUniversal nicht mehr auf Fubo verfügbar, nachdem die Gespräche zwischen beiden Seiten bis zum Auslaufen der aktuellen Hulu + Live TV-Vereinbarung ausgesetzt wurden. Die Auswirkungen auf die Abonnentenzahlen beschreibt Fubo als „bescheiden“ und besser als erwartet. Dies unterstreiche die Widerstandsfähigkeit des Sports-Streaming-Angebots, die Preissenkungen und die Ergänzung durch Peacock.

„Die meisten kommerziellen Bedingungen waren bereits vor der Versant-Abspaltung weitgehend abgestimmt. Diese Position ist nur schwer nachvollziehbar.“

Fubo-CEO David Gandler gegenüber Analysten

Gandler betonte, man bleibe offen für konstruktive Gespräche, werde aber die Rolle der NBCU- und Versant-Portfolios prüfen, um die Content-Ausrichtung für die über 6 Millionen Abonnenten zu bewerten.

Finanzielle Entwicklung: Quartalsverlust halbiert, Umsatz auf Rekordniveau

Neben den Fortschritten bei der Integration konnte Fubo seinen Quartalsverlust auf 6,2 Millionen US-Dollar reduzieren – im Vorjahr waren es noch 40,9 Millionen US-Dollar. Der Umsatz stieg um 1 % auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Allerdings fiel der Aktienkurs nach der Ankündigung eines Reverse Stock Splits um über 10 %. Dieser soll die Aktie für ein breiteres Anlegerpublikum zugänglich machen, reduziert jedoch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Der Reverse Split wird bis Ende des zweiten Quartals abgeschlossen sein.

Ausblick: Fokus auf Wachstum und Profitabilität

Für 2026 setzt Fubo auf „einfaches Wachstum“ und will die Abonnentenzahl durch Sports-Content, Vertriebspartnerschaften und verbesserte Monetarisierung steigern. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für ein bereinigtes EBITDA von 80 bis 100 Millionen US-Dollar und kündigte an, für das Geschäftsjahr 2026 mindestens 200 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln vorzuhalten. Zudem erwartet Fubo für 2027 und 2028 einen positiven Free Cash Flow sowie ein bereinigtes EBITDA von mindestens 300 Millionen US-Dollar im Jahr 2028.

Quelle: The Wrap