Die Meinungsfreiheit steht weltweit unter Druck. Das zeigt das neue Buch „The Future of Free Speech“ von Jacob Mchangama und Jeff Kosseff. Die Autoren beschreiben eine globale „Rückwärtsentwicklung der Meinungsfreiheit“, bei der selbst Demokratien zunehmend auf Einschränkungen setzen, die lange autoritären Regimen vorbehalten waren.

In einem Gespräch mit Nick Gillespie erläutern Mchangama und Kosseff, wie Ängste vor Desinformation und Kindeswohl die Internetpolitik prägen – und warum sowohl linke als auch rechte politische Lager skeptischer gegenüber freier Meinungsäußerung geworden sind. Besonders kritisch sehen sie den wachsenden Druck von Regierungen auf Social-Media-Plattformen, die Zukunft anonymer Rede sowie die Rolle des Section 230 in den USA. Statt auf Zensur setzen sie auf Gegenrede, Transparenz und dezentrale Online-Plattformen.

Das Interview entstand vor Live-Publikum in New York City.

Wichtige Themen des Gesprächs:

  • Was ist die „Rückwärtsentwicklung der Meinungsfreiheit“? (0:00)
  • Die Bedeutung von Technologie für die Überwindung von Zensur (15:06)
  • EU-Hassgesetze und ihre Folgen (22:38)
  • Das Urteil im Fall Sullivan v. Times (27:55)
  • Der juristische Sieg von Afroman (30:19)
  • Gibt es eine Unterdrückung politischer Rede in den USA? (34:53)
  • „Jawboning“ – staatlicher Druck auf Medien (39:22)
  • Zensur auf Social Media (42:44)
  • Lösungsansätze zur Umkehr des Trends (51:40)
Quelle: Reason