General Motors (GM) führt eine umfassende Restrukturierung seiner IT-Abteilung durch und entlässt dabei 500 bis 600 Mitarbeiter. Betroffen sind vor allem Standorte in Texas und Michigan, während gleichzeitig neue Stellen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), autonome Fahrzeuge und Motorsport geschaffen werden.
Die betroffenen Mitarbeiter wurden bereits in dieser Woche über die Kündigungen informiert. Die meisten betroffenen Positionen befinden sich in den GM-Standorten in Austin, Texas, und Warren, Michigan. Einige Stellen werden jedoch auch in globalen Büros gestrichen.
Trotz der Entlassungen plant GM weiterhin Neueinstellungen in der IT. Auf der Karriereseite des Unternehmens sind aktuell 78 offene Stellen ausgeschrieben, darunter Positionen in den Bereichen KI, Motorsport und autonome Fahrzeuge.
GM setzt auf KI und zukunftsorientierte Technologien
Laut Informationen von Bloomberg modernisiert GM seine IT-Entwicklungsprozesse und setzt verstärkt auf KI. Ziel ist es, die Fahrzeuge mit mehr Rechenleistung und Softwarefunktionen auszustatten. Das Unternehmen betont, dass diese Maßnahmen GM besser für die Zukunft aufstellen sollen.
„GM transformiert seine IT-Organisation, um das Unternehmen für die Zukunft besser aufzustellen. Im Rahmen dieser Maßnahmen haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, bestimmte Stellen weltweit abzubauen. Wir sind dankbar für die Leistungen der betroffenen Mitarbeiter und unterstützen sie während des Übergangs.“
Die aktuellen Entlassungen sind zwar im Vergleich zur Gesamtbelegschaft von rund 47.000 Angestellten in den USA relativ gering, dennoch sind sie bemerkenswert. Sie folgen nur wenige Monate nach der Schließung von rund 500 Stellen am GM-Standort in Oshawa, Kanada, wo eine Schicht gestrichen und die LKW-Produktion nach Fort Wayne, Indiana, verlegt wurde.
Weitere Jobverluste durch Technologiewandel möglich
GM-Chefin Mary Barra erklärte kürzlich, dass fast 90 Prozent des Codes für die autonomen Fahrtechnologien des Unternehmens von KI generiert werden. Dies deutet darauf hin, dass weitere Stellenstreichungen im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung möglich sind.