ALBUQUERQUE, N.M. — Ein Ausbruch einer durch Nagetiere übertragenen Krankheit wird auf einem Kreuzfahrtschiff vermutet. Bisher starben drei Menschen, weitere erkrankten. Die Behörden untersuchen den Vorfall, der internationale Aufmerksamkeit erregt.
Was ist Hantavirus?
Hantaviren sind seit Jahrhunderten bekannt. Ausbrüche wurden bereits in Asien und Europa dokumentiert. Im östlichen Teil der Welt führen sie häufig zu hämorrhagischem Fieber und Nierenversagen. Erst in den frühen 1990er-Jahren wurde in den USA eine neue Variante des Virus identifiziert, die das Hantavirus-Pulmonales-Syndrom auslöst – eine akute Atemwegserkrankung.
Übertragung und Risikogebiete
Hantaviren werden hauptsächlich durch den Kontakt mit Nagetierausscheidungen übertragen. Dies kann durch Einatmen von kontaminiertem Staub, aber auch durch Bisse oder direkten Kontakt mit infizierten Tieren geschehen. Besonders gefährdet sind Menschen in ländlichen oder waldreichen Gebieten, in denen Nagetiere verbreitet sind.
- Hauptübertragungswege:
- Einatmen von virushaltigem Staub (z. B. in Scheunen, Lagern oder Schiffskabinen)
- Kontakt mit Nagetierurin, -kot oder -speichel
- Bisse infizierter Nagetiere
Symptome erkennen
Die Symptome des Hantavirus-Pulmonalen-Syndroms ähneln zunächst einer grippeähnlichen Erkrankung. Typisch sind:
- Fieber und Schüttelfrost
- Muskel- und Gliederschmerzen
- Kopfschmerzen
- Nach einigen Tagen: Atemnot und Husten
Ohne schnelle medizinische Behandlung kann die Krankheit tödlich enden. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend.
Schutzmaßnahmen und Prävention
Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:
- Nagerkontakt vermeiden: In Gebieten mit Nagetierbefall Vorsicht walten lassen. Lebensmittel und Abfälle sicher lagern.
- Hygiene beachten: Regelmäßig Hände waschen, besonders nach Aufenthalt in potenziell kontaminierten Bereichen.
- Schutzausrüstung tragen: Bei Reinigungsarbeiten in Scheunen, Kellern oder Schiffskabinen Handschuhe und Atemschutzmaske verwenden.
- Reisehinweise prüfen: Vor Reisen in Risikogebiete über aktuelle Gesundheitswarnungen informieren.
Internationale Reaktionen
Der aktuelle Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff hat weltweit Besorgnis ausgelöst. Gesundheitsbehörden arbeiten eng zusammen, um die Ausbreitung einzudämmen. Passagiere und Crew werden auf Symptome untersucht, und Desinfektionsmaßnahmen werden verstärkt.
„Hantaviren sind gefährlich, aber vermeidbar. Durch Aufklärung und richtige Vorsichtsmaßnahmen können Infektionen verhindert werden.“ – Dr. Maria Sanchez, Infektiologin
Experten betonen, dass eine schnelle Reaktion entscheidend ist, um schwere Verläufe zu verhindern. Reisende sollten bei grippeähnlichen Symptomen nach einer möglichen Nagetier-Exposition einen Arzt aufsuchen.