Jaguar wird am 12. Mai den offiziellen Produktionsnamen des radikalen Elektro-Modells Type 00 präsentieren. Der viertürige Elektro-Grand-Tourer soll mit über 1.000 PS und einer Reichweite von bis zu 700 km (WLTP) aufwarten. Damit markiert das Fahrzeug den ersten Serien-Jaguar, der aus dem umstrittenen EV-Only-Relaunch des britischen Herstellers hervorgeht.

Ein neues Kapitel für Jaguar

Nach monatelangen Teasern, hitzigen Debatten und einer der polarisierendsten Markenneustarts der letzten Jahre steht Jaguar kurz davor, den Produktionsnamen des einst als Type 00 bekannten Elektroautos zu veröffentlichen. Die Spannung bleibt hoch, denn obwohl die Produktion noch nicht angelaufen ist, hängt viel von der Namenswahl ab.

Intern als X900 bekannt, wurde das Konzeptfahrzeug sowie die Erlkönige weltweit gesichtet. Der lange, flach gebaute Viertürer soll als elektrischer Grand Tourer die Messlatte für Jaguar neu definieren. Laut einem Bericht von Autocar India wird der Name am 12. Mai bekannt gegeben. Im September folgt dann die Präsentation des Serienmodells, und falls alles nach Plan läuft, sollen die ersten Auslieferungen 2027 beginnen.

Technische Meisterleistung: Über 1.000 PS und 700 km Reichweite

Unter der langen Motorhaube und der schnittigen Dachlinie verbirgt sich Jaguars neue, dedizierte Elektro-Plattform, die Jaguar Electric Architecture (JEA) genannt wird. Das Topmodell soll mit einem Dreimotoren-System (ein Motor vorne, zwei hinten) ausgestattet sein und damit über 1.000 PS (746 kW) sowie ein maximales Drehmoment von 1.300 Nm verfügen. Damit wäre es das stärkste Serien-Jaguar aller Zeiten.

Die Batterie mit etwa 120 kWh soll laut Hersteller eine Reichweite von rund 700 km (WLTP) ermöglichen. Zudem verspricht Jaguar, dass sich die Reichweite in nur 15 Minuten Schnellladung um etwa 321 km erhöhen lässt.

Design treu zum Konzept – aber mit praktischem Twist

Trotz der futuristischen Formensprache deuten Spy-Shots darauf hin, dass das Serienmodell dem Konzeptfahrzeug sehr nahe kommt. Die überzeichneten Proportionen, der lange Vorderwagen, die flachen Seitenflächen und die fließende Dachlinie bleiben erhalten. Allerdings ersetzt Jaguar das zweiflügelige Layout des Konzepts durch eine praktischere Viertürer-Konfiguration.

Mit diesem Modell muss Jaguar überzeugen – und das beginnt bereits beim Namen. Ein passender Titel für den elektrischen Grand Tourer wäre mehr als wünschenswert.

Illustrationen: Josh Byrnes / Carscoops

Quelle: CarScoops