Johnson & Johnson hat mit seinem kombinierten Therapieansatz JNJ-4804 – bestehend aus den Wirkstoffen Tremfya und Simponi – in einer aktuellen Studie keine statistisch signifikante Verbesserung bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) nachweisen können. Dennoch setzt das Unternehmen auf die Weiterentwicklung des Medikaments und konzentriert sich dabei auf eine wachsende Subgruppe von Betroffenen.
Die Ergebnisse der sogenannten DUET-Studie wurden am Dienstag von den Studienleitern präsentiert. Ziel der Untersuchung war es, zu prüfen, ob die Kombinationstherapie das Immunsystem daran hindert, gesundes Gewebe im Verdauungstrakt anzugreifen. Die Studie baute auf einer früheren klinischen Untersuchung aus dem Jahr 2022 auf, die vielversprechende Ergebnisse lieferte: Damals verdoppelte sich fast die Rate der Krankheitsremission bei den Patienten. Diese positiven Daten hatten mehrere Pharmaunternehmen dazu veranlasst, eigene Kombinationsansätze für IBD zu entwickeln.
In den beiden Phase-2b-Studien von Janssen wurde JNJ-4804 sowohl bei Patienten mit Colitis ulcerosa als auch mit Morbus Crohn getestet. In beiden Fällen zeigte die Kombinationstherapie eine bessere Wirksamkeit als die Einzelmedikamente. Allerdings wurde das primäre Studienziel – eine klinische Remission – nicht erreicht. Trotz dieses Rückschlags setzt Johnson & Johnson auf die Weiterentwicklung des Wirkstoffs für eine spezifische Patientengruppe.