Auf der MagicCon sorgte ein Kunstwerk für Aufsehen, das für die kommende Magic: The Gathering-Erweiterung „Der Hobbit“ angefertigt wurde. Fans entdeckten, dass die Darstellung des legendären Rings „Der Eine Ring“ verblüffende Ähnlichkeiten mit einer Vorlage von Marta Nael aufweist, die 2023 für ein Lord of the Rings-Kreuzungsprojekt entstand.
Der Künstler Dan Frazier, ein erfahrener MTG-Illustrator, bestätigte auf Nachfrage von Wizards of the Coast, dass er Nael’s Werk als Referenz genutzt und dabei Fehler gemacht habe. Sein Vorgehen bezeichnete er als „Mist“ – doch die Vorwürfe wiegen schwer: Die beiden Darstellungen sind fast identisch, inklusive der inneren Reflexionen im Ring. Lediglich kleine Abweichungen an den Rändern und das Fehlen der elbischen Schrift verraten die Unterschiede.
Aus der Nähe betrachtet, wirkt die Ähnlichkeit wie eine schlechte Fälschung – doch im Zeitalter des Internets blieb der Vorwurf nicht unbemerkt. Wizards of the Coast reagierte mit einer Stellungnahme und räumte ein, dass das Kunstwerk trotz interner Prüfung durchgegangen sei. Die Firma entschuldigte sich und versprach, Nael angemessen zu entschädigen und als Mitwirkende zu würdigen.
Die Entschuldigung wirkt jedoch halbherzig. Die Community reagierte prompt mit Memes und scharfer Kritik. Ein Nutzer kommentierte etwa: „Genau das passiert, wenn man neue Sets in rasantem Tempo herausbringt. Langsamer machen und Qualität statt Profit in den Vordergrund stellen.“
Die Erweiterung „Der Hobbit“ erscheint am 14. August.