Der Tech-Gigant Meta hat heute seine Belegschaft über geplante Entlassungen informiert. Wie das Unternehmen in einem internen Memo mitteilte, werden bis zum 20. Mai rund 10% der insgesamt 78.000 Mitarbeiter – etwa 8.000 Jobs – gestrichen. Die Nachricht wurde zunächst von Bloomberg gemeldet.

Streichung offener Stellen und Fokus auf KI

Zusätzlich zu den Entlassungen werden 6.000 vakante Positionen nicht besetzt. Janelle Gale, Chief People Officer bei Meta, begründete die Maßnahmen in dem Memo mit dem Ziel, das Unternehmen effizienter zu führen und „andere Investitionen“ zu ermöglichen. Konkrete Details zu diesen Investitionen nannte Gale nicht.

Es ist jedoch bekannt, dass Meta stark in künstliche Intelligenz (KI) investiert. Erst Anfang dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, bis zu 135 Milliarden US-Dollar in KI-Projekte zu stecken. Zudem wurde diese Woche berichtet, dass Meta die Mausbewegungen und Tastatureingaben seiner Mitarbeiter auswertet, um KI-Modelle zu trainieren. Erst vor wenigen Tagen wurde zudem bekannt, dass das Unternehmen einen KI-Klon von CEO Mark Zuckerberg entwickelt.

Mitarbeiter erhalten Abfindungen und Gesundheitsleistungen

Meta bestätigte die Berichte von Bloomberg, die die Entlassungen mit der Steigerung der Effizienz und der Finanzierung der KI-Ausgaben begründen. Weitere Stellungnahmen lehnte das Unternehmen ab.

Für die betroffenen Mitarbeiter sieht Meta ein generöses Abfindungspaket vor. Dieses umfasst 16 Wochen Grundgehalt sowie zwei zusätzliche Wochen pro Beschäftigungsjahr. Zudem wird die COBRA-Gesundheitsversicherung für 18 Monate weitergeführt.

„Dies ist kein einfacher Kompromiss und bedeutet, dass wir Menschen gehen lassen müssen, die während ihrer Zeit bei Meta wertvolle Beiträge geleistet haben.“

Das Memo endete mit einem Eingeständnis der Unsicherheit: „Ich weiß, dass dies fast einen Monat Unsicherheit bedeutet, was sehr beunruhigend ist. Wir werden versuchen, Ihre Fragen hier in den Kommentaren zu beantworten, aber da wir noch an den Details arbeiten, können wir bis Ende Mai nicht mehr mitteilen.“

Ausblick auf Quartalszahlen

Meta wird gemeinsam mit anderen Tech-Giganten wie Alphabet, Amazon und Microsoft seine Quartalszahlen für das erste Quartal veröffentlichen. Die Aktie des Unternehmens fiel heute um 2,4%.