New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat am Steuerzahltag ein virales Video veröffentlicht, in dem er die geplante „Pied-à-terre-Steuer“ vorstellte. Diese soll Immobilienbesitzer mit Wohnungen über fünf Millionen Dollar in New York City besteuern, die nicht ihr Hauptwohnsitz sind. Als Symbol für diese „reichsten der Reichen“ wählte Mamdani das 239-Millionen-Dollar-Penthouse von Milliardär und Citadel-CEO Kenneth Griffin – den teuersten Wohnungsverkauf der US-Geschichte, den Griffin 2019 erwarb.
Griffin reagierte nun in einem Interview mit CNBC und bezeichnete Mamdanis Vorgehen als „geschmacklos“. Besonders kritisierte er die Steuer selbst: „Sie diskriminiert eine kleine Gruppe von Menschen und zeigt, wie sehr New Yorks Politik falsch läuft.“ Griffin kündigte an, seine geplanten Investitionen in New York zu überdenken – darunter eine 6-Milliarden-Dollar-Investition in ein neues Bürohochhaus an der Park Avenue.
Stattdessen setze er verstärkt auf Miami, wo sein Unternehmen bereits Hunderttausende Quadratmeter Bürofläche ausgebaut habe. „Wir werden in den nächsten zehn Jahren deutlich mehr Arbeitsplätze in Miami schaffen – als direkte Folge von Mamdanis Entscheidung“, so Griffin. Florida bietet mit seiner fehlenden Einkommenssteuer für Spitzenverdiener attraktive Bedingungen, während New York bereits 2022 feststellte, dass nur 1 % der Steuerzahler 40 % der Staatseinnahmen trugen.
Griffin warnte: „Die progressive Linke mag sagen: ‚Gut, dass sie gehen.‘ Aber wer bleibt dann noch übrig, um diese Steuern zu zahlen?“ Seine Kritik unterstreicht die wachsende Sorge, dass New Yorks Steuerpolitik Unternehmen und Wohlhabende vertreibt – und Miami als neue Wirtschaftsmetropole etabliert.