Ein winziges, aus China stammendes Elektroauto sorgte in Kalifornien für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz. Die kalifornische Highway Patrol (CHP) stoppte das Mini-Elektrofahrzeug in Redding, nachdem es den Verkehr behindert hatte. Der Grund: Das Fahrzeug fuhr mit etwa 25 km/h – der maximalen Geschwindigkeit solcher Fahrzeuge – und bremste den fließenden Verkehr aus.
Doch damit nicht genug: Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer keinen gültigen Führerschein besaß. Sein Führerschein war offenbar bereits entzogen. Damit wurde aus einer kuriosen Verkehrskontrolle ein Fall, der zeigt, dass auch ungewöhnliche Fahrzeuge den normalen Verkehrsregeln unterliegen.
Kalifornien stuft solche Low-Speed Vehicles (LSV) als vierrädrige Kraftfahrzeuge ein, die zwischen 32 und 40 km/h erreichen und weniger als 1.361 Kilogramm wiegen dürfen. Trotz ihrer kompakten Bauweise und ihres spielerischen Aussehens sind sie auf bestimmten öffentlichen Straßen zugelassen – vorausgesetzt, sie erfüllen staatliche und bundesweite Sicherheitsstandards.
Dazu gehören unter anderem:
- Scheinwerfer, Rücklichter und Bremsleuchten
- Seitenspiegel, Blinker und Sicherheitsgurte
- Scheibenwischer, Handbremse und Rückfahrkamera
- Gültige Zulassung, Versicherung und Führerschein des Fahrers
Doch selbst mit allen erforderlichen Papieren gibt es eine wichtige Einschränkung: LSVs dürfen nur auf Straßen mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 56 km/h fahren. Auf schnelleren Straßen werden sie schnell zu einem Verkehrshindernis und potenziellen Sicherheitsrisiko. Ideal sind sie daher in Wohngebieten, Strandorten oder Seniorenresidenzen unterwegs.
Der Vorfall in Redding unterstreicht, dass auch vermeintlich harmlose Mini-Fahrzeuge nicht von Verkehrsregeln ausgenommen sind – und dass die Polizei auch hier konsequent kontrolliert.