Die Moderatoren von MSNBCs „Morning Joe“ haben Verteidigungsminister Pete Hegseth in ihrer Sendung scharf angegriffen. Hegseth hatte zuvor bei einer Anhörung des House Armed Services Committee erklärt, die Mitglieder des Ausschusses seien aktuell die „größten Gegner“ der Trump-Administration. Joe Scarborough reagierte mit beißender Kritik.

„Wie traurig, dass ein Kind diesen Posten innehat“

„Wie traurig ist es zunächst, dass ein Kind diesen Posten überhaupt besetzen darf – ein unreifer Kindskopf, der nicht einmal die Grundlagen versteht“, erklärte Scarborough am Donnerstag. „Es gibt so vieles, das er nicht begreift. Vor allem aber: Die Mitglieder dieses Ausschusses sind Teil des Armed Services Committee.“

Scarborough, selbst ehemaliges Mitglied des Ausschusses, betonte, dass die meisten Abgeordneten Militärstandorte in ihren Wahlkreisen vertreten. „Sie repräsentieren die Soldaten und Soldatinnen, Matrosen, Piloten, Marines und Angehörigen der Küstenwache, die für dieses Land kämpfen. Ihr oberstes Anliegen ist die Sicherheit und der Schutz dieser Menschen – und dieser Typ benimmt sich wie ein kleiner Punk.“

Er erinnerte daran, dass die Abgeordneten einen Eid auf die Verfassung und die Gründerväter der USA abgelegt hätten – nicht auf einen einzelnen Präsidenten. „Das ist es, wofür sie vereidigt wurden. Und Pete Hegseth, der Verteidigungsminister, behauptet nun, diese vom Artikel I der Verfassung legitimierten Vertreter seien eine größere Bedrohung für Amerika als die Revolutionären Garden des Iran.“

Widersprüchliche Aussagen zu Irans Atomprogramm

Scarborough übte zudem Kritik an Hegseths widersprüchlichen Aussagen zur aktuellen Lage im Iran und dessen Atomprogramm. „Gestern haben wir wieder gehört, wie sie die Fakten hin- und herwerfen: ‚Wir haben Irans Atomfähigkeiten zerstört.‘ Oh, toll. ‚Wir müssen in den Krieg ziehen, weil der Iran in zwei Wochen eine Atombombe haben könnte.‘ Moment mal – vor einem Jahr habt ihr doch gesagt, ihr hättet es bereits zerstört. Jetzt soll es in zwei Wochen soweit sein?“

„Das ist eine peinliche Vorstellung“, so der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete aus Florida. „Es ist nicht nur peinlich für die Vereinigten Staaten, sondern auch für die Republikanische Partei und für den Präsidenten selbst. Donald Trump verdient jemanden, der das Pentagon besser führt als dieses Kind, das ihn jedes Mal blamiert, wenn es öffentlich auftritt.“

Das Video des gesamten Segments ist in der Sendung verfügbar.

Quelle: The Wrap