Die Los-Angeles-Stadträtin Nithya Raman hat sich am Montag öffentlich gegen die Comedy-Sendung „The Daily Show“ gewandt. Diese hatte in einer humorvollen Einlage die Kandidatur des Reality-TV-Stars Spencer Pratt für das Amt des Bürgermeisters von Los Angeles aufs Korn genommen. Raman, die nur wenige Tage nach Pratt ihre eigene Kandidatur für das Bürgermeisteramt bekannt gegeben hatte, bezeichnete Pratts politische Pläne als gefährlich für die Stadt.

„Das ist lustig. Aber Spencer Pratts Kandidatur ist kein Witz“, schrieb Raman auf der Plattform X. „Er ist ein MAGA-Republikaner, der mit dem ICE zusammenarbeiten und das Sanctuary-City-Prinzip in Los Angeles beenden will. Er stellt eine Bedrohung für Los Angeles und die Einwanderer dar, die hier ihr Leben aufgebaut haben.“

Raman betonte in ihrem Post, dass Pratts politische Ziele reale Konsequenzen für die Stadt und ihre Bewohner hätten. Ihre Kritik unterstreicht die wachsende Besorgnis über die politische Ausrichtung Pratts, der sich als konservativer Kandidat präsentiert.

In der Sendung hatte Moderator Ronny Chieng einen satirischen Beitrag über Pratts Kandidatur präsentiert. Dabei spielte er auf die Probleme der Stadt wie Obdachlosigkeit an und verwies auf Pratts mangelnde Qualifikation. Chieng führte aus:

„Los Angeles braucht jemanden Ernsthaften, der die Probleme der Stadt lösen kann – und nicht seine eigenen Pilot-Skripte grünlicht. Und dann kommt Spencer Pratt.“

Chieng setzte den satirischen Ton fort und zitierte eine Szene aus der Reality-Show „The Hills“, in der Pratt seine Schwester Stephanie beleidigt hatte:

„Was heulst du schon wieder, Stephanie? Deshalb bist du nicht in meinem Leben, du verrückte Schlampe.“

Chieng kommentierte: „Erstaunlich, wie dieses Verhalten vor 20 Jahren noch als TV-Bösewicht durchging. Heute klingt er wie der perfekte Kandidat für den Posten des FBI-Direktors.“

Auch Pratts eigene Schwester Stephanie Pratt hatte sich bereits kritisch zu seiner Kandidatur geäußert. In einer Reihe von Tweets im Februar bezeichnete sie seinen Wahlkampf als „Wahl für Dummheit“ und warf ihm vor, eine publicityträchtige Inszenierung zu betreiben. Inzwischen hat sie ihre Tweets privat gestellt. Sie warf ihm zudem vor, sie zu körperlichen Übergriffen, Drogenkonsum und Kultmitgliedschaft gedrängt zu haben.

Quelle: The Wrap