Die Oscar-Statuette des russischen Dokumentarfilms „Mr Nobody Against Putin“ ist wieder aufgetaucht. Der Film gewann 2026 den Oscar als bester Dokumentarfilm. Das wertvolle Trophäe war zuvor von der TSA am Flughafen John F. Kennedy in New York beschlagnahmt worden, da sie als potenzielle Waffe eingestuft wurde.
„Die Oscar-Statuette wurde lokalisiert und befindet sich nun sicher in unserer Obhut in Frankfurt“, teilte die Lufthansa am Freitag der BBC mit. „Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten zutiefst und haben uns bereits beim Eigentümer entschuldigt. Die sorgfältige und sichere Handhabung des Gepäcks unserer Gäste hat für uns höchste Priorität.“
Die Airline bestätigte, dass eine interne Überprüfung der Umstände läuft und die Trophäe „so schnell wie möglich“ an den Besitzer Pavel Talankin zurückgegeben werde.
Talankins Co-Regisseur David Borenstein schilderte auf Instagram, wie es zu der Beschlagnahmung kam: „Gestern kam er am JFK an, um nach Europa zurückzufliegen – mit der Oscar als Handgepäck. Ich habe noch ein Foto von ihm auf dem Weg nach draußen gemacht. Am Flughafen stoppte ihn ein TSA-Agent und behauptete, die Statuette könnte als Waffe verwendet werden. Er durfte sie nicht mit an Bord nehmen.“
Borenstein versuchte gemeinsam mit dem Executive Producer Robin Hessman, die TSA zu überzeugen – vergeblich. „Ich habe nach ähnlichen Fällen gesucht, aber keinen einzigen gefunden, in dem jemand gezwungen wurde, einen Oscar als aufgegebenes Gepäck aufzugeben. Wäre Pavel ein berühmter Schauspieler oder ein fließender Englischsprecher gewesen, hätte man ihn dann genauso behandelt?“, fragte er.
Der Film „Mr Nobody Against Putin“ gewann den Oscar gemeinsam mit Helle Faber und Alžběta Karásková. Die Zeremonie fand im März 2026 statt.