Foxborough, Massachusetts – Raphinha (#11) von Brasilien zeigt während des Spiels gegen Frankreich am 26. März 2026 im Gillette Stadium seine Spielintelligenz. Seine Rückkehr zur WM 2026 ist geprägt von Transformation und Entschlossenheit.
Raphinha ist ein Wirbelwind auf dem Platz: Als offensiver Leader bei Barcelona und künftiger Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft unter Carlo Ancelotti verkörpert er die neue Generation brasilianischer Stürmer – weniger Show, mehr Effizienz. Während Legenden wie Pelé, Garrincha oder Ronaldinho mit Dribblings und Kreativität glänzten, setzt Raphinha auf relentlosen Einsatz, Pressing und Teamarbeit.
Seine Stärken liegen in der Dynamik, sowohl im Angriff als auch in der Defensive. Der Brasilianer ist ein Vorbild für seine Mitspieler und liefert konstant Tore und Vorlagen. Nach einem holprigen Start in Barcelona explodierte er in der Saison 2024/25 förmlich: 34 Tore und 25 Vorlagen in einer Spielzeit, die mit einem Triple (La Liga, Copa del Rey, Supercopa) gekrönt wurde.
„Ich hatte noch nie einen Spieler wie ihn.“ – Hansi Flick, sein Trainer bei Barcelona, lobte Raphinnas Einfluss. Der Brasilianer wurde als erster Südamerikaner zum Spieler der Saison in La Liga gewählt. Seine Dominanz auf dem Platz ließ viele überrascht zurück, dass er 2025 nicht den Ballon d’Or gewann. Raphinha selbst zeigte sich unbeeindruckt:
„Ich wusste, dass der Champions-League-Sieger schwer zu schlagen ist. Aber ich hätte mich auf Platz eins gesehen.“
Seine Vielseitigkeit – einsetzbar auf beiden Flügeln oder als offensiver Mittelfeldspieler – macht ihn zu einem der wertvollsten Offensivspieler weltweit. Doch sein größter Test steht noch bevor: die WM 2026.
Brasiliens WM-Hoffnung mit Fragezeichen
Raphinha bestreitet seine zweite WM, doch ein Tor in einem großen Turnier fehlt ihm noch. 2022 in Katar gehörte er zum Kader von Tite, schoss aber kein Tor. Brasilien scheiterte im Viertelfinale an Kroatien im Elfmeterschießen. 2026 will er diese Lücke schließen – doch die Seleção geht nicht als Favorit ins Turnier.
Trotz individueller Klasse wie Raphinha, Vinícius Júnior oder Rodrygo bleibt Brasilien hinter Teams wie Frankreich, Argentinien oder England zurück. Ancelottis Team muss sich auf Teamgeist und Effizienz verlassen, um den sechsten WM-Titel zu holen. Raphinnas Entwicklung zeigt jedoch: Brasilien hat einen neuen Leader, der mit Leidenschaft und Professionalität vorangeht.