Satellitenbilder enthüllen eine bisher unterschätzte Zerstörungswelle: Seit Beginn des gemeinsamen US-israelischen Krieges gegen den Iran und den Libanon haben iranische Angriffe mindestens 228 Gebäude an US-Militärstützpunkten im Nahen Osten entweder vollständig zerstört oder schwer beschädigt. Dies geht aus einer Auswertung von Satellitenaufnahmen durch das Washington Post hervor, die unabhängig von iranischen Staatsmedien bestätigt wurden.

Die tatsächlichen Schäden übersteigen damit die offiziellen Angaben der Trump-Administration bei Weitem. Betroffen sind nicht nur militärische Infrastruktur wie Munitionsdepots oder Startbahnen, sondern auch zivile Einrichtungen wie Unterkünfte, Kantinen und Fitnessräume. Experten wie der Bildanalyst William Goodhind bestätigen, dass die Angriffe gezielt auf bewohnte Bereiche abzielten, um möglichst viele Opfer zu verursachen.

Seit Beginn der Kämpfe im Februar wurden sieben US-Soldaten getötet und über 400 verletzt. Die neuen Erkenntnisse widersprechen damit den Aussagen von Präsident Trump, der die militärische Schlagkraft des Iran vor dem Krieg deutlich unterschätzt hatte.

Die US-Streitkräfte sahen sich gezwungen, die Personalbesetzung an mehreren angegriffenen Standorten zu reduzieren. Die Washington Post berichtet zudem, dass die iranischen Raketenangriffe nicht nur taktische Ziele, sondern auch „weiche Ziele“ wie Wohngebäude und Versorgungsanlagen trafen – eine Strategie, die auf maximale psychologische und physische Wirkung abzielt.

Offizielle Angaben vs. Realität

Während die Trump-Regierung die Schäden als „begrenzt“ darstellte, zeigen die Satellitenbilder ein anderes Bild: Ganze Komplexe wurden dem Erdboden gleichgemacht, darunter auch Baracken und Treibstofflager. Die Angriffe erfolgten in mehreren Wellen und trafen mindestens fünf größere US-Stützpunkte in der Region.

Folgen für die US-Militärpräsenz

Die anhaltenden Angriffe zwingen die USA zu einer Neuorganisation ihrer Truppen. Einige Basen wurden vorübergehend evakuiert, andere mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen versehen. Experten warnen vor einer weiteren Eskalation, falls die iranischen Angriffe trotz internationaler Vermittlungsversuche anhalten.

„Die Iraner haben gezielt Wohngebäude in mehreren Stützpunkten angegriffen, um möglichst viele Opfer zu verursachen. Es geht nicht nur um Infrastruktur, sondern um Menschen.“
William Goodhind, Bildanalyst