Der mutmaßliche Attentäter, der am Samstag beim White House Correspondents' Dinner das Feuer eröffnete, wurde innerhalb von Sekunden von Sicherheitskräften überwältigt. Das bestätigte der amtierende Justizminister Todd Blanche in einem Interview mit CNN am Sonntag.
Blanche bezeichnete die Reaktion der Sicherheitskräfte als „massiven Sicherheitserfolg“. Er betonte:
„Das war genau das, wofür sich die Strafverfolgungsbehörden ihr ganzes Leben lang vorbereitet haben.“
Hintergrund: Mehrere Sicherheitslücken in der Vergangenheit
Der Vorfall erinnert an frühere Pannen bei der Absicherung von Veranstaltungen mit politischer Prominenz. So wurde die US-Geheimdienstbehörde Secret Service nach einem gescheiterten Attentat auf Ex-Präsident Donald Trump im Juli 2024 in Butler, Pennsylvania, stark kritisiert. Damals gelang es einem Attentäter, sich dem Kandidaten bis auf Schussweite zu nähern. Nur wenige Wochen später versuchte ein weiterer Mann, Trump auf seinem Golfplatz in Florida zu ermorden.
Experten: Lehren aus dem Vorfall
Obwohl die Sicherheitskräfte diesmal schnell reagierten, gibt es Kritik an der Vorbereitung. John Cohen, ehemaliger Anti-Terror-Beauftragter des Heimatschutzministeriums, erklärte im ABC-Interview, dass solche Vorfälle schwer zu verhindern seien:
„Der Ort war nicht nur öffentlich zugänglich, sondern als Hotel auch ein Bereich, in dem Personen ohne Gepäckkontrolle und ohne Sicherheitschecks eintreten konnten. Das macht die Absicherung extrem schwierig – doch in der aktuellen Bedrohungslage müssen Sicherheitskräfte solche Orte trotzdem bestmöglich schützen.“
Die Behörden betonen, dass der Angreifer bereits „nur wenige Meter vom Geländezugang entfernt“ gestoppt wurde. Laut Blanche seien alle Anwesenden im Inneren des Saals sicher gewesen – ein Beweis für die Effektivität der Sicherheitsmaßnahmen.