Southampton hat sich mit einem 2:1-Sieg über Middlesbrough im Playoff-Halbfinale der EFL Championship für das Finale qualifiziert und könnte damit in die Premier League aufsteigen. Doch nun steht der Verein im Zentrum eines neuen Skandals: Der EFL wird vorgeworfen, das Training von Middlesbrough kurz vor dem Spiel gefilmt zu haben – ein klarer Verstoß gegen die Ligaregeln.

Verbotene Aufnahmen vor dem Spiel

Nach den EFL-Regeln ist es Clubs untersagt, das Training einer gegnerischen Mannschaft innerhalb von 72 Stunden vor einem Spiel zu beobachten oder aufzuzeichnen. Middlesbrough hat nun offiziell Beschwerde eingereicht, nachdem ein mit Southampton verbundener Mitarbeiter das Training der eigenen Mannschaft gefilmt haben soll. Das erste Spiel der Serie endete 0:0.

Absurde Beweisführung

Die Zeitung Daily Mail behauptet, überzeugendes Bildmaterial zu besitzen, das einen Mitarbeiter von Southampton beim Filmen des Trainings von Middlesbrough zeigt. Die Aufnahme sorgt bereits jetzt für Heiterkeit in den sozialen Medien:

„Oh mein Gott, das Foto von Southamptons Praktikant, der Boro ausspioniert – einfach unglaublich.“
– John Muller (@johnspacemuller.com)

Laut eigenen Recherchen der Zeitung gibt es zudem Hinweise auf eine mögliche „Papierspur“, die die Vorwürfe untermauern könnte.

Playoff-Finale in Gefahr?

Southampton trifft im Finale am 23. Mai in Wembley auf Hull City. Der Sieger erhält den dritten Aufstiegsplatz in die Premier League. Doch die EFL hat bereits angekündigt, die Vorwürfe „so schnell wie möglich“ zu prüfen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Verein harte Konsequenzen.

Mögliche Regelverstöße

Die EFL wirft Southampton konkret zwei Verstöße vor:

  • EFL Regulation 3.4: Verpflichtung zur „höchsten gegenseitigen Fairness“ zwischen den Clubs.
  • EFL Regulation 127: Verbot, das Training eines Gegners innerhalb von 72 Stunden vor einem Spiel zu beobachten oder aufzuzeichnen.

Wie es scheint, gilt auch im Fußball: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Quelle: SB Nation