Eine solarbetriebene Drohne ist nach einem Rekordflug von acht Tagen im Meer abgestürzt. Der Absturz markiert gleichzeitig das Ende der Solar Impulse 2 – eines Pionierflugzeugs, das einst als bemannte Maschine die ersten solarbetriebenen Atlantik- und Pazifiküberquerungen absolvierte und später zu einer unbemannten Testplattform für militärische Missionen der USA umfunktioniert wurde.

Das aus Kohlefaser gefertigte Flugzeug konnte dank seiner 72 Meter langen Spannweite – vergleichbar mit der eines Boeing 747 – und über 17.000 Solarzellen ausschließlich mit erneuerbarer Energie und Batterien fliegen. Die Firma Skydweller Aero erwarb und modifizierte die ursprüngliche Solar Impulse 2 zu einer Testplattform für „ununterbrochenen unbemannten Flug“, die bis zu 363 Kilogramm Nutzlast tragen kann.

Skydweller Aero führte im Auftrag der US-Streitkräfte Testflüge für maritime Überwachungsmissionen durch. Das Unternehmen verfügte zudem über Verträge mit der Navy und der Air Force. So startete die Drohne am 26. April zu ihrem letzten Flug – in den frühen Morgenstunden.

Technische Meisterleistung mit tragischem Ende

Die Solar Impulse 2 war einst ein Meilenstein der Luftfahrtgeschichte. 2015 und 2016 umrundete sie als erstes bemanntes Solarflugzeug die Welt und bewies, dass nachhaltige Energie auch in der Luftfahrt langfristig funktioniert. Nach ihrer Umrüstung zu einer Drohne sollte sie nun neue Maßstäbe in der unbemannten Luftfahrt setzen – doch der Rekordflug endete im Meer.

Militärische Nutzung im Fokus

Skydweller Aero nutzte die modifizierte Drohne für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen. Die Fähigkeit, wochenlang ohne Unterbrechung in der Luft zu bleiben, macht solche Systeme für das Militär besonders attraktiv. Allerdings zeigt der Absturz auch die Risiken auf, die mit solchen Langzeitmissionen verbunden sind.

Die genauen Ursachen des Absturzes werden derzeit untersucht. Experten vermuten technische Probleme oder widrige Wetterbedingungen als mögliche Auslöser.