Die anhaltende RAM-Krise, ausgelöst durch die massive Nachfrage der KI-Branche, hält die Steam Machine von Valve zurück. Doch nun deutet alles darauf hin, dass der Steam Controller davon unberührt bleibt und möglicherweise früher als geplant erscheint.
Wie der Branchenkenner Gabe Follower auf X (ehemals Twitter) berichtet, hat der offizielle Distributor Komodo Station für weite Teile Ostasiens eine detaillierte Produktseite für den Steam Controller veröffentlicht. Diese enthielt technische Details und Bilder, die mittlerweile wieder entfernt wurden. Anschließend folgten ähnliche, aber deutlich weniger informative Seiten für die Steam Machine und den Steam Frame – mit Verlinkungen zu Valves Hardware-Seite.
Die Veröffentlichung einer vollständigen Produktseite für den Steam Controller legt nahe, dass Valve das Eingabegerät unabhängig von der Steam Machine und dem Steam Frame auf den Markt bringen wird. Der Grund: Der Controller benötigt deutlich weniger Arbeitsspeicher als die leistungsstarken Geräte und ist daher weniger von den aktuellen Lieferengpässen betroffen.
Während die Steam Machine und der Steam Frame über leistungsfähige Hardware für das Spielen verfügen, kommt der Controller ohne großen Speicherbedarf aus. Diese Tatsache ermöglicht eine frühere Auslieferung, obwohl Valve bereits eine zweite Generation des Controllers entwickelt hat.
Die erste Version des Steam Controllers war ein Misserfolg, diente aber als wertvolle Lernerfahrung für Valve. Die neue Version wirkt im Vergleich dazu traditioneller und ausgereifter, wenn auch mit einer etwas größeren Bauform. Ob dies ein Nachteil ist, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen.
Valve könnte den Steam Controller in naher Zukunft in ausgewählten Märkten oder sogar weltweit starten. Eine offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, doch die Indizien deuten auf eine baldige Veröffentlichung hin.