Neustart mit täglichen Dividenden: Strive ändert Kurs nach Crash
Die Bitcoin-Treasury-Firma Strive hat sich nach einem dramatischen Kursverfall ihrer Aktien radikal neu positioniert. Aus Strive Asset Management wurde Strive The Daily Dividend Company – ein Name, der die neue Strategie unterstreicht: tägliche Dividendenzahlungen für Preferred-Aktien ab dem 16. Juni.
Von 268 auf 16 Dollar: Strives Aktienkurs im freien Fall
Der Kurs der Stammaktien von Strive ist innerhalb eines Jahres um 85 % eingebrochen. Vor einem Jahr noch bei über 268 Dollar gehandelt, notiert die Aktie heute bei nur noch 16,83 Dollar. Die Preferred-Aktie SATA, die eigentlich bei 100 Dollar notieren sollte, bewegte sich im Februar sogar nur bei 81,02 Dollar – trotz eines angekündigten Dividendenertrags von 13 % p. a.
Dividendenmodell unter Druck: Hohe Rendite, aber keine Profitabilität
Seit ihrem Börsengang im November 2025 hat Strive die Dividendenrate bereits viermal erhöht, um Investoren zu halten. Doch die Finanzzahlen zeigen ein düsteres Bild: Im ersten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen nur 2,76 Millionen Dollar Umsatz, während der Nettoverlust bei 265,9 Millionen Dollar lag. Die Dividendenlast für die Preferred-Aktien beläuft sich auf über 55 Millionen Dollar pro Jahr – ein Betrag, den Strive mit seinem aktuellen Geschäftsmodell nicht stemmen kann.
Die einzige Hoffnung des Unternehmens liegt auf einem starken Anstieg des Bitcoin-Kurses. Sollte dieser ausbleiben, drohen weitere Verluste für Anleger.
Kritik an der Strategie: Innovation oder Verzweiflungstat?
Strive-CEO Matthew Cole bezeichnete die täglichen Dividenden als „wahre Zero-to-One-Innovation“ – eine Anspielung auf Peter Thiels Buch „Zero to One“. Doch viele Investoren fragen sich, ob das Modell nachhaltig ist. Die Preferred-Aktie SATA, die wie eine hochverzinsliche Stablecoin funktionieren soll, wird trotz der hohen Dividendenversprechen kaum über 97,29 Dollar gehandelt.
„Ein Unternehmen mit 11 Millionen Dollar Umsatz und keinerlei Profitabilität verpflichtet sich, jeden Werktag Dividenden in Höhe von über 55 Millionen Dollar pro Jahr auszuschütten – plus Betriebskosten. Das ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell.“
Hintergrund: Wer steckt hinter Strive?
Gegründet wurde Strive von Vivek Ramaswamy, einem umstrittenen Unternehmer und ehemaligen CEO von Dogecoin, sowie einem Ex-Manager von Bud Light. Innerhalb von nur drei Monaten verlor das Unternehmen 265 Millionen Dollar für seine Aktionäre.
Fazit: Kann Strive überleben?
Die neue Strategie von Strive ist riskant. Während die täglichen Dividenden kurzfristig Anleger anziehen könnten, bleibt fraglich, ob das Unternehmen langfristig zahlungsfähig bleibt. Die einzige Hoffnung: ein starker Bitcoin-Kurs. Sollte dieser nicht eintreten, drohen weitere Kursverluste und möglicherweise sogar eine Insolvenz.
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