FSD versagte bei geschlossenen Schranken

Joshua Brown aus Plano, Texas, hatte Glück im Unglück: Sein Tesla mit aktiviertem Full Self-Driving (FSD) setzte sich während einer Zugpause in Bewegung und durchbrach die geschlossenen Schranken. Das Fahrzeug wurde nur knapp von einem vorbeifahrenden Zug verfehlt, wie Aufnahmen der hinteren Kamera zeigen.

Fahrer war abgelenkt – doch das System nicht

Brown gab an, er sei beim Warten auf den Zug kurz abgelenkt gewesen – ein menschliches Verhalten, das nachvollziehbar ist. Für ein autonomes Fahrzeug ist dies jedoch inakzeptabel, wie der Vorfall zeigt. Als er die Bewegung bemerkte, war die Schranke bereits direkt vor ihm.

„Als ich merkte, dass ich mich bewegte, war die Schranke schon da – direkt vor mir.“

Die Aufnahmen zeigen, wie ein Zug der Dallas Area Rapid Transit in nur wenigen Metern Entfernung vorbeirast. Brown blieb unverletzt, zeigte sich aber verunsichert:

„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das nicht erschreckt hat. Aber der Herrgott war auf meiner Seite – ich bin dankbar, noch am Leben zu sein.“

Keine Klage gegen Tesla – aber Misstrauen bleibt

Brown verzichtet auf eine Klage gegen Tesla. Das Unternehmen betont, dass Fahrer auch bei aktiviertem FSD jederzeit eingriffbereit sein müssen. Brown räumte ein:

„Ich war aufmerksam – sonst wäre ich jetzt tot. Ich werde mich künftig an Bahnübergängen nicht mehr auf das System verlassen.“

Ironischerweise teilt er seinen Namen mit einem anderen Joshua Brown, der 2016 als erster bekannter Todesfall im Zusammenhang mit einem autonomen Fahrzeug starb – damals soll er einen „Harry Potter“-Film geschaut haben.

Teslas FSD bleibt trotz Fortschritten riskant

Fast zehn Jahre nach der Einführung kämpft Teslas Self-Driving-Technologie weiterhin mit grundlegenden Sicherheitsproblemen – selbst in Situationen, in denen Stillstand die sicherste Option wäre.

Weitere Tesla-Vorfälle

  • Nackter Mann dringt mit Schrotflinte in Tesla-Servicecenter ein
Quelle: Futurism