Donald Trump sorgt erneut für Aufsehen, indem er selbst bei scheinbar harmlosen Anlässen mit kontroversen Aussagen polarisiert. Wie Semafor berichtet, plant das Weiße Haus ein Treffen auf Mitarbeiterebene mit führenden Abtreibungsgegnern, darunter Marjorie Dannenfelser von Susan B. Anthony Pro-Life America. Diese Entwicklung deutet auf eine mögliche Kurskorrektur in der Abtreibungspolitik hin.
Doch Trumps Neigung, selbst bei unpassenden Gelegenheiten politische Statements einzustreuen, ist kein neues Phänomen. Bei einer kürzlichen Veranstaltung zur Wiederbelebung des Presidential Physical Fitness Award – einem Fitnesswettbewerb für Schulkinder – kommentierte er die Politik von Barack Obama und äußerte sich abwertend über Transgender-Sportler:
„Barack Hussein Obama – kennen Sie ihn?“, fragte er die anwesenden Kinder. „Die Obama-Regierung hat diese wunderbare Tradition abgeschafft. Danke, Barack, sehr nett. Großartige Arbeit.“
Als ein Junge ihm erzählte, er wolle mit Krafttraining beginnen, ging Trump sofort auf das Thema ein:
„Ich glaube nicht, dass wir uns Sorgen machen müssen, dass Sie das tun. Ich will damit sagen, dass ich nicht denke, dass ein Junge in deinem Alter – du siehst aus, als wärst du etwa 13 – sich auf solche Dinge einlassen würde.“
Auch beim traditionellen Weiße-Haus-Ostereierrollen im April sorgte Trump für Irritationen. Statt sich auf das Ereignis zu konzentrieren, verbreitete er Verschwörungstheorien über Joe Biden:
„Er konnte seinen Namen nicht unterschreiben, also folgten ihm Leute mit einer großen Maschine. Wissen Sie, wie die heißt? Autopen. Sie ließen die Maschine für ihn unterschreiben. … Das ist nicht besonders gut, oder?“
Selbst bei einer vermeintlich harmlosen Aktion wie der Lieferung von McDonald’s durch DoorDash an das Weiße Haus während der Steuerwoche verlor Trump den Fokus. Statt über Steuertipps zu sprechen, fragte er die Lieferantin Sharon Simmons nach ihrer politischen Präferenz und äußerte sich erneut zu Geschlechterfragen im Sport:
„Ich habe da eigentlich keine Meinung dazu. Ich bin hier wegen der Steuerbefreiung für Trinkgelder.“
Experten sehen darin ein Muster: Trump nutzt jede Gelegenheit, um seine politischen Ansichten zu verbreiten – selbst wenn der Anlass völlig ungeeignet erscheint. So kommentierte er bereits beim traditionellen Truthahn-Pardon zu Thanksgiving scherzhaft, dass einige seiner Mitarbeiter Pläne schmiedeten, die Truthähne „direkt ins Terroristen-Gefängnis in El Salvador“ zu schicken.