Washington – Die US-Regierung plant, Donald Trumps Gesicht auf neuen Reisepässen einzuführen. Wie The Bulwark unter Berufung auf zwei mit der Planung vertraute Quellen berichtet, soll sein Porträt als zentrales Element in das Design integriert werden. Einer der Informanten lieferte dazu Bilder des Entwurfs.

Die neuen Pässe zeigen Trumps Porträt aus seiner zweiten Amtseinführung, überlagert von der Unabhängigkeitserklärung, ergänzt durch seine goldfarbene Unterschrift. Laut The Bulwark ist eine limitierte Auflage von 25.000 Exemplaren geplant, die jedoch noch der offiziellen Freigabe bedürfen.

Bisher enthalten US-Pässe zwar Bilder von Mount Rushmore mit den Köpfen vierer Präsidenten, doch dies wäre das erste eigenständige Porträt eines amtierenden oder ehemaligen US-Präsidenten in einem Reisepass. Internationale Pässe zeigen in der Regel keine Staatsoberhäupter, und US-Pässe trugen bisher nur die Unterschrift des Außenministers, nicht des Präsidenten.

Trump hat in seiner zweiten Amtszeit bereits mehrfach seinen Namen und sein Bild mit staatlichen Einrichtungen verbunden. Dazu zählen das U.S. Institute of Peace, das Kennedy Center for the Performing Arts sowie die Website TrumpRx.gov für verschreibungspflichtige Medikamente. Auch Banner mit seinem Konterfei zieren mittlerweile Bundesgebäude.

Die Einführung der Trump-Pässe fällt mit den Vorbereitungen zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit zusammen. Parallel dazu plant das Finanzministerium, zwei Münzen mit Trumps Porträt zu prägen: eine 1-Dollar-Münze für den allgemeinen Umlauf sowie eine besonders große Gedenkmünze. Kritiker sehen darin einen weiteren Versuch Trumps, seine Präsenz im Alltag der Bürger zu verstärken.