Umleitung von 2 Milliarden Dollar aus Gesundheitshilfe
Die Trump-Administration beabsichtigt, 2 Milliarden Dollar aus globalen Gesundheitsprogrammen umzuleiten, um die noch ausstehenden Kosten für die Schließung der US-Entwicklungsbehörde USAID zu decken. Laut einem Bericht von CNN sollen diese Mittel für Rechtskosten, Rechnungen und den Verkauf von Vermögenswerten verwendet werden, die im Zusammenhang mit der Auflösung der Behörde im vergangenen Jahr entstanden sind.
Folgen für internationale Gesundheitsprogramme
Ursprünglich waren 1,2 Milliarden Dollar für internationale Entwicklungsprojekte vorgesehen, der Rest für Programme gegen Malaria, Tuberkulose, Mütter- und Kindersterblichkeit sowie HIV/AIDS. Die Umleitung dieser Mittel hätte dramatische Konsequenzen:
- 121.000 vermeidbare Todesfälle durch Tuberkulose,
- 47.600 Todesfälle durch Malaria,
- 22,9 Millionen Kinder unter fünf Jahren verlieren Zugang zu lebenswichtiger Ernährung,
- 5,7 Millionen Frauen verlieren sichere Geburtsorte.
Diese Zahlen stammen von der Health Security Policy Academy und einem CNN-Quelle.
USAID-Schließung bereits mit hohen Opferzahlen verbunden
Seit der Schließung von USAID im vergangenen Jahr sind laut Schätzungen bereits 762.000 Menschen – darunter über 500.000 Kinder – aufgrund der Kürzungen gestorben. Die Trump-Administration hat derweil mitgeteilt, dass sie über 19,1 Milliarden Dollar aus USAID-Mitteln für die Abwicklung der Behörde reserviert hat.
Demokraten fordern Rückbesinnung auf ursprüngliche Ziele
17 demokratische Senatoren kritisieren in einem Schreiben an Außenminister Marco Rubio, den Direktor des Office of Management and Budget Russell Vought sowie den amtierenden USAID-Administrator Eric Ueland die Umleitung der Mittel:
„Die Regierung sollte diese Gelder umgehend für ihren ursprünglichen Zweck einsetzen: zur Rettung von Leben und zur Stärkung der US-Interessen, wie es der Kongress im vergangenen Jahr beschlossen hat. Es gibt keinen Grund, die Mittel für das Jahr 2025 einzubehalten, um die verschwendeten Kosten zu decken, die durch die willkürliche Auflösung von USAID entstanden sind.“
Kritik an ineffizienter Mittelverwendung
Die Demokraten betonen, dass die Mittel dringend für humanitäre Hilfe und globale Gesundheitsprogramme benötigt werden, statt für die Abwicklung einer Behörde, deren Schließung bereits zu massiven humanitären Krisen geführt hat.