Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat am Montagmorgen überraschend den CNN-Analysten und Juristen Van Jones scharf angegriffen. In einem Post auf Truth Social warf Trump Jones vor, sich für seine öffentliche Kritik zu schämen. Der Grund für Trumps Ausbruch bleibt unklar – Jones hatte Trump in der Vergangenheit wiederholt als "Diktator" und in anderen harten Worten kritisiert.

Trump erinnerte in seinem Post an eine erfolgreiche Zusammenarbeit aus dem Jahr 2018. Damals hatte Jones, der unter Präsident Barack Obama als Sonderberater für grüne Arbeitsplätze tätig war, gemeinsam mit anderen Bürgerrechtlern versucht, eine Justizreform durchzusetzen. Laut Trump sei dies ohne seine Unterstützung gescheitert: "Van Jones und diese schwarzen Vertreter hatten jahrelang vergeblich versucht, die Reform durchzusetzen. Er verschwendete nur die Zeit aller – es fehlten fünf konservative Senatoren, es gab keine Chance auf Erfolg."

Trump behauptete, er habe die notwendigen Stimmen organisiert und das First Step Act – ein Gesetz zur Strafrechtsreform – durch den Kongress gebracht. "Das war nicht einfach! Niemand sonst, nicht einmal Obama, der es jahrelang versucht hatte, hätte das geschafft!", betonte er. Jones habe sich seitdem jedoch nicht für diese Unterstützung bedankt, sondern setze seine Kritik an Trump fort.

Der First Step Act von 2018 war ein parteiübergreifendes Gesetz, das die Haftbedingungen im Bundesgefängnissystem verbessern und die Überbelegung reduzieren sollte. Jones hatte sich maßgeblich für dessen Verabschiedung eingesetzt, während Trump die notwendigen politischen Mehrheiten sicherte.

Trumps anhaltende Medienfehden

Der Angriff auf Jones ist nur ein Beispiel für Trumps anhaltende Konflikte mit Medienvertretern. In den letzten Wochen hat er sich erneut mit dem Moderator Jimmy Kimmel angelegt. Trump forderte dessen Entlassung bei Disney, nachdem Kimmel bei der diesjährigen Gala des Weißen Hauses einen umstrittenen Witz über Melania Trump gemacht hatte. "Ein abscheulicher Aufruf zu Gewalt", bezeichnete Trump den Scherz.

Auch andere konservative Stimmen wie Tucker Carlson, Megyn Kelly, Candace Owens und Alex Jones mussten sich in der Vergangenheit Trumps Kritik anhören. Besonders nach seiner umstrittenen Iran-Politik hatte er einige von ihnen als "dumm" bezeichnet, nachdem sie seine Führung infrage stellten. Während Jones und Owens sogar seinen Rücktritt forderten, distanzierten sich andere von ihm.

Van Jones‘ Rolle in der Justizreform

Van Jones, der 2009 kurzzeitig als Sonderberater für grüne Arbeitsplätze im Weißen Haus arbeitete, ist seit Jahren ein prominenter Kritiker Trumps. Dennoch würdigte er dessen Rolle bei der Verabschiedung des First Step Act. In Interviews betonte er, dass die Reform ohne Trumps Unterstützung nicht möglich gewesen wäre. Dennoch bleibt Jones ein scharfer Gegner der Politik des ehemaligen Präsidenten, insbesondere in Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Menschenrechte.

Quelle: The Wrap