Der ehemalige US-Präsident Donald Trump, bekannt für seine selbstbewussten Aussagen zu politischen Verhandlungen, hat sich nun auch im UNO-Spiel blamiert. Am Sonntag veröffentlichte er ein bearbeitetes Bild, das ihn mit mehreren Wildcards in der Hand zeigt. Damit löste er eine Welle der Empörung und Spott in den sozialen Medien aus.

Es bleibt unklar, was Trump mit dem Bild bezwecken wollte. Bereits in der Vergangenheit hatte er betont, er halte „alle Karten“ in Verhandlungen mit dem Iran in der Hand. Doch im UNO-Spiel bedeutet das genaue Gegenteil: Wer möglichst wenige Karten hat, gewinnt.

„Bei UNO heißt das, dass man verliert.“
kommentierte Ron Filipkowski, Chefredakteur von MeidasTouch.

Die Social-Media-Community nutzte die Gelegenheit, um Trump für seine Unkenntnis des Spiels und seine politischen Entscheidungen zu kritisieren. Einige Nutzer verwiesen auf seine Nähe zu autoritären Führern wie Russlands Präsident Wladimir Putin oder Israels Premierminister Benjamin Netanyahu. Andere machten sich über seine gescheiterten Handelsstrategien gegenüber China lustig oder erinnerten an seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein.

Ein Twitter-Nutzer schrieb:

„Allmählich wird klar, dass die 3D-Schach-Analogien wohl doch nicht zutrafen.“

Am selben Tag versuchte das offizielle Konto des Weißen Hauses, Trump als unermüdlichen Sieger darzustellen. Es veröffentlichte eine stundenlange Schleife mit Ausschnitten aus einer Wahlkampfrede, in der Trump das Wort „gewinnen“ wiederholte. Dazu hieß es:

„Kann nicht aufhören, wird nicht aufhören.“

Die Reaktionen der Nutzer zeigten erneut, wie schnell sich scheinbar harmlose Momente in der digitalen Welt zu viralen Spottkampagnen entwickeln können.