Benzinpreise bleiben hoch – Wrights Prognose bis 2027
Die US-amerikanischen Durchschnittspreise für Benzin könnten selbst im Jahr 2027 noch über der Marke von 3 Dollar pro Gallone liegen. Das erklärte Energieminister Chris Wright am Sonntag im Interview mit CNN. Damit würde sich die Erholung der Preise nach dem durch den Iran-Krieg ausgelösten Anstieg weiter verzögern.
Politische Brisanz: Midterms im Fokus
Die hohen Spritpreise belasten nicht nur Verbraucher, sondern könnten auch die anstehenden Midterm-Wahlen beeinflussen. Wright betonte, dass die aktuellen Preise deutlich über den Werten vor dem Konflikt liegen und damit die Kaufkraft der Haushalte stark beeinträchtigen.
Wrights Einschätzung: Wann sinken die Preise?
Auf die Frage, wann Benzin wieder unter 3 Dollar pro Gallone fallen könnte, antwortete Wright:
"Das könnte noch in diesem Jahr passieren. Aber es ist auch möglich, dass es erst nächstes Jahr soweit ist."
Trotz der Unsicherheit zeigte er sich optimistisch:
"Die Preise haben wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht. Mit einer Lösung des Konflikts werden sie wieder sinken."
Historische Einordnung: Preise im Vergleich
Derzeit liegt der Durchschnittspreis bei 4,05 Dollar pro Gallone (AAA-Daten). Der höchste Stand in diesem Jahr wurde Anfang des Monats mit 4,16 Dollar erreicht – noch immer unter dem Rekordwert von 2022 (4,33 Dollar unter Biden). Wright bezeichnete Preise unter 3 Dollar als "historisch günstig" in inflationsbereinigten Zahlen.
Umfrage zeigt: Haushalte leiden unter Spritkosten
Eine aktuelle CBS News/YouGov-Umfrage offenbart die finanzielle Belastung: 51 % der Erwachsenen gaben an, dass die Spritpreise ihre Haushaltsfinanzen stark beeinträchtigen. Die Sorgen um die Pumpkosten spiegeln sich in weiteren Umfragen wider.
Ausblick: Iran-Krieg treibt Energiewende voran
Der anhaltende Konflikt im Iran hat nicht nur die Benzinpreise in die Höhe getrieben, sondern auch die Debatte um erneuerbare Energien beschleunigt. Experten sehen darin einen möglichen Katalysator für den Ausbau alternativer Energiequellen.