Senatoren prüfen Sicherheitslücken bei KI-Firmen
Die US-Senatoren Chuck Grassley (Republikaner, Iowa) und Jim Banks (Republikaner, Indiana) haben neun führende Tech- und KI-Unternehmen aufgefordert, detailliert zu erklären, wie sie den Zugriff chinesischer Mitarbeiter auf sensible KI-Systeme verhindern. In identischen Schreiben an Amazon, Anthropic, OpenAI, Google, Meta, Microsoft, Safe Superintelligence Inc., Thinking Machines Lab und xAI fordern sie bis zum 20. Mai eine Stellungnahme zu neun konkreten Fragen.
Fokus auf Insider-Risiken statt Cyberangriffe
Die Senatoren betonen, dass nicht nur externe Hacker, sondern auch interne Mitarbeiter mit Verbindungen zu China eine Gefahr darstellen könnten. In dem Schreiben heißt es:
"Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) hat eine lange Geschichte der Spionage in kritischen US-Sektoren."
Konkrete Fragen an die KI-Unternehmen
Ein zentraler Punkt der Anfrage ist die Personalüberprüfung und Überwachung von Mitarbeitern mit privilegiertem Zugriff. So fragt der Brief an Amazon-CEO Andy Jassy beispielsweise:
- Wie viele Mitarbeiter mit chinesischer Staatsbürgerschaft beschäftigt Amazon?
- Wie viele dieser Mitarbeiter haben direkten oder indirekten Zugriff auf sensible KI-Modelle oder deren Trainingsdaten?
- Wie hat sich diese Zahl in den letzten Jahren entwickelt?
Die Senatoren zeigen sich offen für eine Zusammenarbeit mit den Unternehmen, um Sicherheitslücken zu identifizieren. Sie fragen zudem nach möglicher Unterstützung durch den US-Kongress oder die Regierung, um KI-Technologien und geistiges Eigentum vor chinesischer Spionage zu schützen.
Hintergrund: Chinas systematische KI-Spionage
US-Beamte warnen seit Monaten vor Chinas "industriellen Bemühungen", um amerikanische KI-Kapazitäten abzuschöpfen. Die Sorge vor technologischer Konkurrenz und Spionage hat zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Politik und KI-Unternehmen geführt. So fanden kürzlich vertrauliche Briefings mit führenden KI-Firmen statt, wie Axios berichtete.
Die Senatoren betonen, dass ihre Initiative Teil einer breiteren Strategie ist, um die nationale Sicherheit im KI-Bereich zu stärken. Besonders im Fokus stehen dabei Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Nvidia, die eng mit der US-Regierung zusammenarbeiten.